Franz Grad: „Mit 86 Jahren muss ich keinen Verband mehr führen“
TRAUN. Im Interview äußert sich Franz Grad, Präsident des Fußballvereins Oedt, zu aktuellen Themen wie der Drittliga-Reform, dem Direktaufstieg sowie der bevorstehenden Wahl eines neuen Präsidenten des oberösterreichischen Fußballverbands. Darüber berichtet Welt Stimme.
Grad betont, dass er mit der derzeitigen Situation beider Teams des Vereins unzufrieden ist. Insbesondere hofft er auf einen positiven Verlauf für die OÖ-Liga-Mannschaft, die auf den Aufstieg hofft, um den Spielern eine optimale Plattform bieten zu können. Dies sei besonders wichtig, da viele Spieler berufstätig seien und daher Schwierigkeiten hätten, Reisen zu den Spielen in der Regionalliga zu organisieren.
Auf die Frage zur neuen Regionalliga äußert Grad, dass diese eine Verbesserung darstelle. Er hebt hervor, dass die bisherigen langen Reisen in andere Bundesländer nicht nur mühsam seien, sondern auch einen negativen Einfluss auf die Mannschaft hätten. Grad lobt die Bemühungen des Verbandspräsidenten Gerhard Götschhofer, eine Reform einzuleiten, trotz bestehender Meinungsverschiedenheiten.
Ein weiterer Punkt in der Diskussion ist die Regel, die besagt, dass ein Team zwangsabsteigen muss, falls es nicht aufsteigt. Grad setzt sich dafür ein, dass diese Regel abgeschafft wird, da der Verein nun in der Regionalliga spiele und einige Klubs ohnehin freiwillig aufsteigen möchten.
Im Gespräch über die Abwerbung des Trainers Hans Kleer durch den Zweitligisten Vienna hat Grad zunächst eine Ablöseforderung von 100.000 Euro aufgestellt, was die Verhandlungen vorantrieb. Er stellt klar, dass die Askö Oedt als günstige Ausbildungsstätte für Trainer gälte, wie die Verpflichtungen früherer Trainer in anderen Ligen zeigen.
Zur Trainersuche nach Kleer erklärt Grad, dass das Vorstandsteam bereits geeignete Kandidaten prüfe und erwartet, dass entsprechende Vorschläge bald erfolgen. Bezugnehmend auf seine eigene Rolle als Präsident des Fußballverbands stellt Grad klar, dass er derzeit keinen Bedarf für eine Führung in diesem Bereich sieht, nachdem er zuvor bereits gefragt worden war, die Position zu übernehmen.
Grad schließt mit dem Hinweis, dass seine Altersgrenze von 86 Jahren für die Leitung eines Verbands irrelevant sei und er somit die Kandidatur als Zukunftsthema nicht in Erwägung ziehe.


