Winterzeit beginnt am 26. Oktober: Eine Stunde mehr Schlaf für die Österreicher

Oktober 16, 2025 09:52
Winterzeit beginnt am 26. Oktober: Eine Stunde mehr Schlaf für die Österreicher

Die Zeitumstellung am 26. Oktober 2025 bringt für viele Menschen eine Stunde zusätzlich Schlaf, wenn die Uhren um 3 Uhr früh auf die „Normalzeit“ zurückgestellt werden. Dies wird als die verträglichere Variante der Zeitumstellung angesehen.

OÖ/GMUNDEN. Zu Beginn der dunklen Jahreszeit leiden viele Menschen unter verstärkter Müdigkeit, geringerem Antrieb und einer erhöhten Lust auf Süßigkeiten. Die bevorstehende Zeitumstellung am 26. Oktober sorgt erneut für Unbehagen und kann sogar zu Schlafstörungen führen.

„Trotzdem zeigen Untersuchungen, dass uns die Umstellung auf die Winterzeit, also unsere „Normalzeit“, leichter gelingt als die Umstellung auf die Sommerzeit im Frühling“, erklärt Petra Tontsch-Eder, Klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin am SK Gmunden.

Wechsel auf Winterzeit ist angenehmer

Der Grund hierfür ist, dass beim Wechsel von der Sommer- zur Winterzeit eine Stunde gewonnen wird, was bedeutet, dass wir am Morgen eine Stunde länger schlafen können. eine Vorverlegung der Schlafphasen ist nicht notwendig, und der abendliche Schlafdruck tritt von selbst auf. „Dies wird von den meisten Menschen als angenehm empfunden, ausgenommen von extremen Frühtypen, den sogenannten „Lerchen“. Diese machen allerdings nur 1,2 Prozent der Bevölkerung aus, die in der Zeit von 21.30 bis 5 Uhr ihre beste Schlafperiode haben“, führt Tontsch-Eder weiter aus. In der Regel dauert es bei der Umstellung auf die Winterzeit nur einige Tage, bis sich unsere innere Uhr angepasst hat. Viele Schüler können die Herbstferien nutzen, um sich schrittweise an den neuen Schlafrhythmus zu gewöhnen.

Lichtmangel ist das größere Übel

Für einen guten Schlaf in der Nacht und die Konzentrationsfähigkeit am Tag spielt Tageslicht eine entscheidende Rolle. Die Dunkelheit hat erhebliche Auswirkungen auf die innere Uhr des Menschen. Bei Dunkelheit produziert der Körper das Schlafhormon Melatonin, das Müdigkeit auslöst. Erst ab einer Lichtintensität von 2500 Lux, was der Helligkeit an einem trüben Wintertag draußen entspricht, wird die Produktion des Melatonins vollständig gestoppt. In der dunklen Jahreszeit, wenn wir uns kaum im Freien aufhalten, wird weiterhin Melatonin produziert, was zu Tagesmüdigkeit führt.

„Regelmäßige Bewegung im Freien, insbesondere vormittags, kann hier Abhilfe schaffen. Wenn das nicht möglich ist, können medizinische Tageslichtlampen mit einer Intensität von 3000 bis 10.000 Lux hilfreich sein“, rät Tontsch-Eder.

Kinder leiden am meisten

Insbesondere kleine Kinder, ältere Menschen und Personen mit bestehenden Schlafstörungen reagieren empfindlich auf die Zeitumstellung. Für Kinder sind regelmäßige Abläufe sehr wichtig, da sie Sicherheit geben. Ältere Menschen orientieren sich oft an ihrem inneren Gefühl und haben oftmals ein vermindertes Schlafbedürfnis.

Jeder Mensch hat von Geburt an einen bestimmten Chronotyp, der in Kurz- und Langschläfer unterteilt wird. Es gibt Menschen, deren biologischer Tag etwa 24 Stunden dauert, und andere mit einem Rhythmus von 25 Stunden. Zumeist haben „Abendmenschen“ eine innere Uhr, die länger als die tatsächlichen 24 Stunden ist. Neben dem vererbten Chronotyp, der in der Regel bis zum 5. Lebensjahr festgelegt wird, beeinflussen auch äußere Faktoren wie Tageslicht und soziale Anforderungen wie Schule und Arbeit, ob wir unserem Chronotyp gerecht werden können.

Bei Jugendlichen sind hormonelle Einflüsse und Verhaltensweisen, wie etwa die abendliche Nutzung von Handys, zu beobachten, die sie vorübergehend in Spättypen verwandeln können. Dies führt aufgrund von sozialen Anforderungen, wie einem frühen Schulbeginn, zu Schlafdefiziten, die nur schwer am Wochenende ausgeglichen werden können.

Wie sollte ich mich und meine Kinder am besten auf die Zeitumstellung vorbereiten?
Es ist hilfreich, bereits einige Tage vorher den Schlafrhythmus um 10 bis 30 Minuten zu ändern. Kinder sollten am Wochenende vor der Zeitumstellung am Vortag etwas später als gewohnt ins Bett gehen und am Sonntag die Möglichkeit haben, auszuschlafen.

Darüber berichtet Welt Stimme.

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