Der TVB Alpbachtal hat bei seiner Jahresversammlung am 4. Dezember 2025 im Veranstaltungszentrum Münster beeindruckende Zahlen präsentiert: Sowohl im Sommer als auch im Winter konnte ein Anstieg der Nächtigungen verzeichnet werden. Darüber berichtet Welt Stimme.
Vertreter aus allen zehn Gemeinden des Verbandsgebietes, darunter Alpbach, Brixlegg und Rattenberg, kamen zusammen, um die Erfolge der vergangenen Saisonen zu beleuchten. Obmann Frank Kostner hob hervor, dass der Winter mit einem Plus von 0,8 Prozent und 408.107 Nächtigungen ein solides Ergebnis erbrachte. Der Sommer 2024 war mit einem Anstieg von 1,7 Prozent und 592.894 Nächtigungen sogar noch erfolgreicher. Alpbach erwies sich als besonders beliebtes Urlaubsziel, während Kundl und Rattenberg die wenigsten Besucher im Sommer respektive Winter verzeichneten. Rund 60 Prozent der Gäste stammen aus Deutschland.
Finanziell steht der Verband ebenfalls stark da, mit einer Bilanzsumme von 6,77 Millionen Euro zum 31. Dezember 2024 und Einnahmen von über 7,36 Millionen Euro im vergangenen Jahr.
Plus im Sommer wie im Winter
Besonders hervorzuheben ist die fortschreitende Digitalisierung im Alpbachtal. Ein zentrales Projekt war die Einführung von Smart Assistants in über 500 Unterkünften, was den Gästen den Zugang zu Informationen und Services erleichtert. „Das ist ein Projekt, das sich laufend verbessert. Das ist nicht etwas, das man einfach hinstellt und es funktioniert“, erklärte Kostner. Das Projekt, das am 15. August 2025 mit Unterstützung des Landes Tirol gestartet wurde, soll auch im Jahr 2026 kostenlos bleiben.
Zusätzlich wurden im Sommer 2025 die „Alpbachtal e-Games“ eingeführt — eine digitale Schatzsuche für Kinder, die virtuell die Region erkunden und Preise gewinnen können. Geschäftsführer Wolfgang Kostenzer bezeichnete dieses Angebot als Stärkung der Attraktivität des Alpbachtals für Familien und als unterhaltsame digitale Erfahrung.
Neues aus dem Bereich Digitalisierung
Ein bedeutendes Infrastrukturprojekt steht ebenfalls auf der Agenda: Der Bau eines neuen Radweges, der das bestehende Netz erweitern soll, einschließlich einer großen Brücke. Kostner betonte, dass sich das Projekt derzeit in der Planungs- und Durchführbarkeitsphase befindet, um bei geförderter Finanzierung umgehend beginnen zu können. Die Kosten belaufen sich auf etwa 4 Millionen Euro, mit dem Ziel, klimafreundliche Mobilität für Touristen und Einheimische zu fördern.
Ausbau Radwegenetz und große Brücke
Ein weiteres Thema, das auf der Vollversammlung zur Sprache kam, war die Einführung einer AlpbachtalCard für Einheimische. Kostner bestätigte, dass man in Gesprächen mit potenziellen Partnern sei und keine Details mitteilen könne, jedoch das Projekt sich in einem fortgeschrittenen Stadium befinde. „Das Projekt liegt nicht mehr nur in der Schublade, sondern ist topaktuell“, so der Obmann.


