Mit Zwangsversteigerungen mehrerer russischer Immobilien in Österreich soll der ukrainische Energiekonzern einen Teil des rechtlich belegten Schadensersatzes zurückbekommen. Um das zu vermeiden, hat Russland beim Bezirksgericht Innere Stadt Rekurs eingelegt.
WIEN/WIEDEN. Ein Teil des anhaltenden Konflikts zwischen der Ukraine und Russland wird derzeit in Wien ausgetragen. Im Bezirksgericht Innere Stadt kämpfen Anwälte um Millionen Euro. Dieser Rechtsstreit hat seinen Ursprung im Internationalen Gerichtshof in Den Haag, der Russland zu Zahlungen in Höhe von vier Milliarden Euro an den ukrainischen Energiekonzern Naftogaz verurteilt hat – wegen des Schadens, der durch die Annexion der Krim im Jahr 2014 verursacht wurde. Darüber berichtet Welt Stimme.
Trotz eines Einspruchs Russlands blieb die Zahlungsverpflichtung bestehen. Bis heute hat der russische Staat der Zahlungsaufforderung nicht nachgekommen. Um an die ausstehenden Gelder zu gelangen, erwartet Naftogaz Unterstützung von Seiten Österreichs. Russland besitzt hierzulande mehrere Immobilien, deren Zwangsversteigerung beantragt wurde, um eine Summe von 120 Millionen Euro zu erzielen. Dem Antrag des ukrainischen Unternehmens wurde im Juli 2025 vom Bezirksgericht Innere Stadt stattgegeben, und ein Versteigerungsbeschluss wurde erlassen.
Rekurs eingelegt
Die Immobilien, über die Naftogaz berichtet hat, befinden sich überwiegend in Wien und sind in der ganzen Stadt verteilt – darunter auch in Wieden. Im 4. Bezirk stehen die russische Nachrichtenagentur Tass und ein Wohnhaus. Die Versteigerungsverfahren in Wieden wurden bereits am 13. August 2025 eingeleitet, was einen erhöhten Druck auf Russland zur Vermeidung einer Veräußung erzeugte. Am 22. Dezember hat der Staat jedoch mit einem Rekurs beim Bezirksgericht Innere Stadt reagiert. Details zu dem Rechtsverfahren sind bislang nicht bekannt.


