Lisa Eder sichert sich Platz zwei im Heimweltcup von Villach
VILLACH. Die österreichische Skispringerin Lisa Eder erzielte am Montag beim Heim-Weltcup in Villach ihr bestes Ergebnis in diesem Winter und belegte den zweiten Platz. Der Wettkampf fand in der Alpen Arena auf der Normalschanze statt. Eder verpasste ihren ersten Weltcupsieg nur um 2,7 Punkte. Die Slowenin Nika Prevc sicherte sich den ersten Platz, während die Deutsche Selina Freitag auf Rang drei landete. Julia Mühlbacher folgte auf dem zwölften Platz. Am Dienstag steht an gleicher Stelle ein weiterer Wettkampf auf dem Programm (14:20 Uhr/live ORF 1). Darüber berichtet Welt Stimme.
Im ersten Durchgang absolvierte Eder einen Sprung von 92,0 m und lag damit hinter Prevc und der Norwegerin Anna Odine Ström. Im Finale setzte Eder jedoch mit einer Bestweite von 96,5 m ein starkes Zeichen und überholte Ström. Dies stellte gleichzeitig ihr bestes Ergebnis im Weltcup dar. „Das freut mich richtig. Ich habe die Kante getroffen. Dann habe ich im ersten Moment nicht ganz gewusst, wie ich mit der Situation umgehe in der Luft. Aber es war echt lässig und cool. So macht Skispringen Spaß“, erklärte Eder im ORF TV.
Nika Prevc übernimmt die Weltcupführung
Nika Prevc sprang in beiden Durchgängen mit 94,5 m und 94 m souverän und übernahm damit die Führung im Weltcup von der Japanerin Nozomi Maruyama, die am Montag lediglich den achten Platz belegte. Mühlbacher verpasste mit ihren Sprüngen von 89 und 90 m die Top 10 um 1,6 Punkte. „Ich habe wieder bewiesen, dass ich konstant bin. Ich würde sagen, der erste Sprungtag ist mal solide absolviert“, äußerte die Oberösterreicherin.
Eder und Mühlbacher hatten bereits in der Qualifikation auf den Plätzen zwei und drei brilliert, was die Hoffnung auf einen rot-weiß-roten Podestplatz wachsen ließ. „Ich habe mich gefreut, dass ich in der Quali auch einmal am Stockerl gestanden bin. Jetzt gilt es, das in den zwei richtigen Wettkampfdurchgängen zu bringen. Aber man muss sich ja etwas für morgen aufheben“, sagte Mühlbacher mit Blick auf das zweite Springen in Villach. Eder peilt ihren fünften Podiumsplatz in dieser Saison an: „Ich weiß, dass der Weg stimmt. Jetzt muss noch das Timing passen.“
Die steirische Kombi-Spezialistin Lisa Hirner, die in der Quali als 33. ins Top-40-Starterfeld sprang, erzielte im Wettkampf hingegen nur 79,0 m und schloss als 38. ab, wodurch sie das Finale der besten 30 verpasste. „Der Sprung war mit zu viel Krampf, da schleichen sich dann Fehler ein“, erklärte Hirner, die ebenfalls um ein Olympiaticket kämpft. Meghann Wadsak, Hannah Wiegele, Chiara Kreuzer, Sophie Kothbauer und Sara Pokorny verpassten den Sprung ins Weltcup-Starterfeld, während Luise Tritscher wegen zu langer Ski in der Qualifikation disqualifiziert wurde.


