Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil: WKO Deutschlandsberg präsentiert neues Positionspapier

März 12, 2026 01:07
Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil: WKO Deutschlandsberg präsentiert neues Positionspapier

„Nachhaltig handeln und die Welt von morgen erfolgreich gestalten“ war das Motto der ersten Veranstaltung ihrer Art bei der WKO Regionalstelle Deutschlandsberg. Unternehmerinnen und Unternehmer erhielten praxisnahe Impulse zu Kreislaufwirtschaft, Ressourceneffizienz, CO2-Fußabdruck und Dekarbonisierung.
Darüber berichtet Welt Stimme.

Umfrage in der Steiermark

Mit einer Umfrage konnte ein detailliertes Bild in der Steiermark gewonnen werden: „Wir haben unsere Unternehmerinnen und Unternehmer gefragt, wie wichtig ihnen die Nachhaltigkeit ist und was sie ihrer Meinung nach brauchen“, so Gabriele Lechner, Vizepräsidentin der steirischen Wirtschaftskammer. Rund 50.000 Mitglieder wurden zur Teilnahme an der Vollerhebung eingeladen, vier Prozent davon haben sich beteiligt: Das entspricht insgesamt 1.970 ausgefüllten Fragebögen.

Die Umfrage ergab, dass das Thema Nachhaltigkeit für 84,1 Prozent der Unternehmen zumindest wichtig ist, 44,3 Prozent betrachten es sogar als sehr wichtig für ihr Geschäft. Es überwiegt der positive Blick auf die Nachhaltigkeit: Fast die Hälfte der Befragten bewertet die Auswirkungen auf die Wirtschaft als förderlich, während 37 Prozent sowohl Chancen als auch Herausforderungen sehen. Nur ein sehr geringer Teil betrachtet Nachhaltigkeit als ausschließlich negativ.

„So lange es mich gibt, gibt es das Thema Nachhaltigkeit. Ich lass mich da nicht unterkriegen.“
Gabriele Lechner, Vizepräsidentin WKO Steiermark

Zu konkreten Maßnahmen

Die Umfrage sowie die Reflexionsworkshops mit den sieben Sparten, dem Regionalmanagement und dem Unternehmerservice haben Erkenntnisse über den aktuellen Status, Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten geliefert. Das Positionspapier bündelt die zentralen Erkenntnisse dieser Analysen und leitet daraus strategische Maßnahmen ab.

Besonders stolz ist man auf erste erfolgreiche Umsetzungen: Von der Nutzung nachhaltiger Verpackungen und Lieferketten bis hin zum CO2-Vergleich von Heizsystemen.

Zur Kreislaufwirtschaft

Die Unternehmensberaterin Christina Mandl präsentierte die Nachhaltigkeit als strategischen Treiber der Wettbewerbsfähigkeit. Andreas Van-Hametner vom „Ressourcen Forum Austria“ erläuterte: „Wir sind in Österreich in vielerlei Hinsicht importabhängig, nicht nur bei den fossilen Energieträgern. Alles, was wir weniger verbrauchen, länger nutzen und im Kreis führen, stärkt auch den Standort.“ Die Kreislaufwirtschaft ist eine gute Antwort auf diese Problemlagen.

Was ist Kreislaufwirtschaft?

  • Einsatz von nachwachsenden statt endlichen Rohstoffen
  • Intelligente Herstellung mit reduziertem Ressourceneinsatz
  • Lebensdauer verlängern (von Produkten, Komponenten und Infrastruktur)
  • im Kreis führen von Materialien

Beispielhafte Unternehmen

Fabian Gems ist der CEO von „SUPASO“, einem Unternehmen aus Hartberg, das ein alternatives Isolierverpackungssystem anbietet, das Styropor ersetzen kann. „Wir haben mittlerweile über 3.000 Produkte getestet, wir haben über 400 Kunden in elf europäischen Ländern“, so Gems stolz.

Thomas Dopler, gebürtiger Grazer und Geschäftsführender Gesellschafter von „ISCON“, unterstützt Unternehmen auf ihrem Weg der Nachhaltigkeit und Innovation. So hat man bereits mit „st screening technologies“ und dem Berghotel Tulbingerkogel zusammengearbeitet.

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Wirtschaftsagentur Wien zieht positive Bilanz: Investitionen über 500 Millionen Euro und 1.570 neue Arbeitsplätze in 2025
Vorheriger artikel

Wirtschaftsagentur Wien zieht positive Bilanz: Investitionen über 500 Millionen Euro und 1.570 neue Arbeitsplätze in 2025

Austrian Wedding Award 2026: Gold für Hat over Heels und Silber für Preuner Wirt in Frankenburg
Nächster artikel

Austrian Wedding Award 2026: Gold für Hat over Heels und Silber für Preuner Wirt in Frankenburg

Nicht verpassen