Schwimmende Unternehmenszentrale für via donau in Wien
Östu-Stettin, ein Unternehmen der Habau Group, realisiert am Wiener Handelskai eine schwimmende Unternehmenszentrale für den Wasserstraßenbetreiber via donau – Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH. Die Hochbaukosten belaufen sich auf 16,6 Millionen Euro und die Fertigstellung ist für März 2027 geplant.
Arbeitsplatz für 120 Mitarbeitende
Als Generalunternehmer verantwortet Östu-Stettin die Umsetzung des Projekts, das künftig rund 120 Arbeitsplätze für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der via donau, der Wasserpolizei und der Schifffahrtsaufsicht bieten wird.
Einzigartiges Bauvorhaben in Österreich
„Dieses Bauvorhaben ist bislang einzigartig in Österreich“, erklärt Hubert Wetschnig, CEO der Habau Group. Robert Hitschmann, technischer Geschäftsführer der Östu-Stettin, führt aus, dass die Materialien Stahl, Holz und Beton auf besondere Weise kombiniert werden, was unter den spezifischen Bedingungen auf dem Wasser eine Herausforderung darstellt.
Konstruktion und Design
Das schwimmende Gebäude wird auf einem cirka 103 Meter langen und 21 Meter breiten Ponton aus Schiffbaustahl errichtet, der als Untergeschoss und Technikzentrale dient. Darauf entsteht ein zweigeschossiges Bürogebäude mit Sonnendeck in moderner Stahl-Holz-Verbundbauweise, das architektonisch einem modernen Schiff ähnelt.
Innenraumgestaltung und Zugangswege
Die äußere Gestaltung wird durch Aluminium- und Holzfassadenelemente geprägt, während im Inneren Holzoberflächen und Verglasungen eine helle und offene Atmosphäre schaffen. Geplant sind zudem fünf Zugangsbrücken sowie ein eigener Bootsanlegesteg für die Einsatzorganisationen.
Standort und Sicherheitsauflagen
Das Bauwerk entsteht an einem temporären Anlegeplatz an der Lagerhauslände, einem öffentlichen Liegeplatz für die Großschifffahrt in Wien. Durch die Lage am fließenden Gewässer müssen erhöhte Sicherheits- und Behördenauflagen eingehalten werden. Viele Elemente werden vorgefertigt und in Montagebauweise umgesetzt. Nach Abschluss der Arbeiten wird das Büroschiff an seinen endgültigen Standort bei der Wiener Reichsbrücke verlegt und dauerhaft verankert. Klimaneutrale Bautechniken sollen zum Einsatz kommen, darunter die Nutzung von Donauwasser zur Wärmegewinnung und Photovoltaik-Module auf dem Dach.
Einordnung
Das Bauvorhaben an Wien’s Donauufer stellt einen innovativen Schritt in Richtung nachhaltiger Büroarchitektur dar. Es schafft nicht nur neue Arbeitsplätze, sondern demonstriert auch die Integration moderner, umweltfreundlicher Technologien in die Stadtentwicklung.


