Russland führt nächtliche Angriffe auf Kiew durch

Mai 24, 2026 13:27

Russische Angriffe auf Kiew: Ein Toter und zahlreiche Verletzte

In der Nacht auf Sonntag hat Russland Kiew erneut mit massiven Raketen- und Drohnenangriffen überzogen. Ersten Berichten zufolge starb ein Mensch und mindestens 20 weitere wurden verletzt.

Mykola Kalaschnyk, der Chef der Regionalverwaltung, bestätigte den Großangriff mit Kampfdrohnen, Marschflugkörpern und ballistischen Raketen. Laut Tymur Tkatschenko, dem Leiter der Kiewer Militärverwaltung, wurden durch die Angriffe Brände und Schäden an Wohngebäuden verursacht. Auch die Bürger in den verschiedenen Stadtbezirken berichteten von Schäden; eine Schule im Bezirk Schewtschenkiwsky wurde getroffen und in einem Geschäftszentrum brach ein Feuer aus.

Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor auf Informationen von Geheimdiensten verwiesen, die auf einen bevorstehenden Angriff mit der neuartigen Oreschnik-Rakete hindeuteten. Diese ballistische Mittelstreckenrakete kann Geschwindigkeiten von über 12.000 Kilometern pro Stunde erreichen und Ziele in bis zu 5.500 Kilometern Entfernung anvisieren. Russland hat diese Rakete bereits zweimal gegen Ziele in der Ukraine eingesetzt und Präsident Wladimir Putin zufolge können moderne Luftabwehrsysteme sie nicht abfangen.

Die jüngsten Angriffe folgen einer Drohung Putins nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf die besetzte Region Luhansk, bei dem sofortige Vergeltung angekündigt wurde. Dabei wurden nach russischen Angaben mindestens 18 Menschen getötet und 42 weitere verletzt. Kiew wies diese Vorwürfe zurück und erklärte, das Ziel des Angriffs sei eine Militäranlage gewesen.

Zusätzlich berichteten russische Behörden von einem Feuer im Hafen von Noworossijsk, das nach einem ukrainischen Drohnenangriff ausbrach. Der Hafen ist ein zentraler Exportstandort für russisches Öl.

Einordnung

Die erneuten Angriffe erhöhen die Spannungen im Konflikt und zeigen, dass Russland seine militärischen Kapazitäten in der Ukraine verstärkt hat. Die Gefahr weiterer Eskalationen bleibt real, während der diplomatische Dialog pausiert.

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Marketing-Vortrag in WKNÖ-Bezirksstelle zieht großes Interesse in Waidhofen/Thaya an
Vorheriger artikel

Marketing-Vortrag in WKNÖ-Bezirksstelle zieht großes Interesse in Waidhofen/Thaya an

Finanzministerium sagt geplante Beleglotterie ab
Nächster artikel

Finanzministerium sagt geplante Beleglotterie ab

Nicht verpassen