Erasmus+-Projekt D-CREDO fördert verantwortungsbewussten Umgang mit KI im Gesundheitswesen
Fünf europäische Hochschulen haben sich im Rahmen des Erasmus+-Projekts D-CREDO zusammengetan, um Lernangebote für einen verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) und digitalen Technologien im Gesundheitswesen zu entwickeln. Die Partner trafen sich Mitte Juni an der Privatuniversität Umit Tirol zur Planung der nächsten Schritte.
Das Projekt D-CREDO ist auf drei Jahre angelegt und hat zum Ziel, onlinebasierte Lernmodule für Studierende der Medizin, Pflege und anderer Gesundheitsberufe zu erstellen. Im Mittelpunkt stehen virtuelle Patientenfälle, die es den Lernenden ermöglichen, realitätsnahe klinische Situationen zu simulieren und dabei KI-Systeme, Telehealth-Lösungen sowie mobile Anwendungen in ihre Entscheidungen zu integrieren.
„Digitale Technologien können die Gesundheitsversorgung verbessern. Gleichzeitig müssen Gesundheitsfachkräfte lernen, sie reflektiert und verantwortungsvoll einzusetzen“, erklärte Elske Ammenwerth vom Institut für Medizinische Informatik. Das Projekt soll klinisches Denken mit digitalen Kompetenzen verbinden und neue Lernmöglichkeiten für zukünftige Fachkräfte im Gesundheitsbereich schaffen.
Zu den weiteren Partnern gehören die Jagiellonen-Universität Krakau, die Instruct gGmbH München, die Bukovinian State Medical University sowie das Erasmus University Medical Center Rotterdam. D-CREDO wird durch das Erasmus+-Programm der EU gefördert und die entwickelten Lernressourcen sollen nach Projektende für Hochschulen in ganz Europa frei zugänglich sein.
Einordnung
Die Initiative D-CREDO adressiert die wachsenden Anforderungen an Gesundheitsfachkräfte im digitalen Zeitalter. Durch die Entwicklung gezielter Lernmodule wird die Ausbildung im Gesundheitswesen modernisiert und die Qualität der Patientenversorgung durch den verantwortungsvollen Einsatz digitaler Technologien gefördert.


