Gemüsehof Mayr in Eferding öffnet Türen für regionale Unternehmer

Juni 19, 2026 22:29
Gemüsehof Mayr in Eferding öffnet Türen für regionale Unternehmer

Netzwerkabend der Jungen Wirtschaft Eferding in Pupping

Unternehmer aus dem Bezirk Eferding nahmen an dem Netzwerkabend „Made in Eferding: Tief verwurzelt – frisch gedacht“ teil, organisiert von der Jungen Wirtschaft Eferding. Die Veranstaltung fand auf dem Gemüsehof Mayr in Pupping statt und thematisierte regionale Wertschöpfung, Unternehmensentwicklung sowie Betriebsübergaben.

PUPPING. Martin Burner, Vorsitzender der Jungen Wirtschaft Eferding, begrüßte die anwesenden Unternehmer und Wirtschaftsvertreter und betonte die Wichtigkeit persönlicher Netzwerke. „Der Austausch und das persönliche Kennenlernen stehen heute im Mittelpunkt“, erläuterte Burner und hob das große Interesse hervor, das zeigt, wie entscheidend die regionale Vernetzung für die Unternehmen ist.

Einblicke in die Entwicklung des Gemüsehofs Mayr

Daniel und Ewald Mayr präsentierten den Gästen die Evolution ihres Familienunternehmens. Aus dem traditionellen Betrieb hat sich ein modernes Produktions- und Handelsunternehmen entwickelt, das auf Regionalität, Spezialisierung und zukunftsorientierte Investitionen setzt. „Wir produzieren unser Gemüse selbst und vermarkten es größtenteils direkt – das macht uns zu einem starken Produktionsbetrieb“, so Daniel Mayr.

Das neue Betriebsgebäude ermögliche künftig noch effizienteres Arbeiten. Seniorchef Ewald Mayr legte Wert auf die starke Verwurzelung des Unternehmens in der Region und berichtete von der erfolgreichen Marktpositionierung durch die Fokussierung auf ausgewählte Kulturen. Ziel sei es, heimische Produkte als Alternative zu Importwaren zu etablieren.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen im Bezirk Eferding

Tobias Luger, WKO-Bezirksobmann, analysierte die wirtschaftliche Lage im Bezirk Eferding. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen zeigt sich die Wirtschaft stabil. „Mit einer Arbeitslosenquote von rund drei Prozent sprechen wir praktisch von Vollbeschäftigung“, sagte Luger. Er wies darauf hin, dass viele Betriebe vor einer Übergabe stehen, was in den kommenden Jahren entscheidend sein wird.

Erfahrungen mit Betriebsübergaben

Nach einer Besichtigung des Gemüsehofs, einschließlich der hauseigenen Abwasseraufbereitung, tauschten sich die Unternehmer über ihre Erfahrungen mit Betriebsübergaben aus. Mario Weltzer von der Konditorei Weltzer berichtete von der Übernahme seines Familienbetriebs und betonte: „Die wichtigste Grundlage ist eine gute Planung und starke Partner an der Seite.“ Vertrauen und die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung seien essenziell für einen gelungenen Übergabeprozess.

Luger teilte seine Erfahrungen aus zwei Firmenübernahmen bei seiner Firma Lemontec mit und betonte die Bedeutung von Menschen in diesem Prozess. „Am Ende entscheidet nicht die Struktur, sondern der Mensch – die Kulturen zusammenzuführen war die größte Aufgabe“, erklärte Luger. Auch beim Gemüsehof Mayr ist der Generationenwechsel bereits vollzogen; Daniel Mayr übernahm bewusst den Betrieb. Ewald Mayr hob hervor, dass die Ausbildung und das gegenseitige Vertrauen entscheidend seien, um jungen Menschen Freiräume zu geben. „Man muss den Jungen auch Fehler machen lassen – daraus lernen sie“, so Ewald Mayr.

Einordnung

Die Diskussionen beim Netzwerkabend verdeutlichen die Notwendigkeit einer soliden Planung bei Betriebsübergaben und die Bedeutung der persönlichen Vernetzung in der Region. Mit einer stabilen wirtschaftlichen Lage und einer niedrigen Arbeitslosenquote sind die Rahmenbedingungen gegeben, um die nächsten Generationen in den Unternehmen zu fördern und regionale Produkte zu stärken.

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