Strenge Strafen für das Wegwerfen von Zigarettenstummeln auf Spielplätzen
Seit dem 20. August ist das Wegwerfen von Zigarettenstummeln auf Spielplätzen mit Strafen von bis zu 500 Euro belegt. Bei Wiederholungstätern kann die Strafe auf bis zu 2.000 Euro steigen. Die Polizei wird jedoch nur aktiv, wenn Gemeinden ein Einschreiten beantragen, da es kein generelles Rauchverbot auf Spielplätzen gibt.
Die Resonanz auf das Verbot zeigt, dass es in der Praxis kaum Auswirkungen hat. Marion Weigl-Tremmel aus Wimpassing berichtet von zahlreichen Zigarettenkippen bei Spielplätzen, insbesondere in Ternitz. Auch andere Plätze wie der Spielplatz bei der Kirche in Gloggnitz sind betroffen, wo nicht nur Zigarettenreste, sondern auch Snooze-Päckchen häufen. Zudem wurde ein Hakenkreuz auf den Boden der Bänke gesprüht, was die Attraktivität des Platzes mindert.
Im Gegensatz dazu sind die Spielplätze im Neunkirchner Stadtpark relativ sauber, mit nur vereinzelten Zigarettenresten. Dort befindet sich auch ein Platz, an dem Rauchverbot herrscht, wie SPÖ-Stadtvize Günther Kautz erklärt. Dennoch werden regelmäßig Zigarettenstummel entfernt, und die Gemeinde führt keine statistische Erfassung der Vergehen durch.
Dirk Rath, Bürgermeister von Enzenreith, betont, dass die Gemeinde die Bürger immer wieder auf den Aschenbecher neben dem Pavillon hinweist. Denn trotz rechtlicher Vorgaben bleibt die Implementierung der Regelung eine Herausforderung. In Payerbach sieht Bürgermeister Jochen Bous die Notwendigkeit, das Thema im Gemeinderat zu diskutieren, weist jedoch auf die Schwierigkeit hin, Verstöße zu ahnden, wenn keine vorbeugenden Maßnahmen ergriffen werden.
Einordnung
Das neue Verbot zielt darauf ab, die Verschmutzung von Spielplätzen durch Zigarettenabfälle zu reduzieren, hat jedoch in der bisherigen Umsetzung nicht den gewünschten Effekt gezeigt. Die fehlende Durchsetzung und das Fehlen eines allgemeinen Rauchverbots tragen zur Problematik bei, wodurch weiterhin zahlreiche Zigarettenreste sichtbar bleiben.


