Protest gegen Google-Rechenzentrum in Oberösterreich
Aktivisten haben am Sonntagvormittag ein Google-Rechenzentrum in Kronstorf, Oberösterreich, besetzt und mit einem Transparent protestiert. Unter dem Motto „Rechenzentrum? Nein, danke!“ forderten rund 15 Personen einen sofortigen Baustopp.
Die demonstrierenden Gegner des Rechenzentrums kritisieren den hohen Boden- und Energieverbrauch des geplanten Ausbaus. Sie befürchten steigende Strompreise und sorgen sich um die ökologischen Auswirkungen des Projekts, das sich in der zweiten Ausbauphase befindet. Der US-IT-Gigant plant auf einem Areal von 50 Hektar einen sogenannten Google-Campus.
Die NGO Attac unterstützt den Protest und fordert darüber hinaus Transparenz bezüglich der Baupläne und der Verwendung der Rechenzentren. Die Aktivisten verlangen auch, dass in den Einrichtungen keine militärischen und Überwachungstechnologien trainiert werden. In Anbetracht der „Klimakatastrophe“ sei es nicht vertretbar, ein großes Rechenzentrum mit hohem Energie- und Bodenverbrauch zu errichten.
David Walch von Attac hebt hervor, dass die digitale Infrastruktur als öffentliches Gut betrachtet und demokratisch kontrolliert werden müsse. Die Kritiker des Projekts besorgt sowohl der hohe Stromverbrauch als auch der erforderliche Kühlwasserbedarf großer Rechenzentren.
Einordnung
Der Widerstand gegen das Google-Rechenzentrum reflektiert wachsende Bedenken hinsichtlich der ökologischen Folgen großer Infrastrukturprojekte. Der Druck auf Entscheidungsträger könnte zu einem Umdenken bezüglich des zukünftigen Ausbaus solcher Einrichtungen führen und die Debatte über nachhaltige digitale Infrastrukturen fördern.


