Neue Ermittlungen gegen René Benko wegen Bestechungs- und Betrugsverdachts

September 1, 2026 10:13
Neue Ermittlungen gegen René Benko wegen Bestechungs- und Betrugsverdachts

Vorwürfe gegen René Benko: Urkundenfälschung und neue Krida-Ermittlungen

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ermittelt gegen den Tiroler Investor René Benko wegen Verdachts der Urkundenfälschung und neuer Krida-Vorwürfe. Dies wurde am Sonntag bekannt, als die Krone über die aktuellen Entwicklungen berichtete.

Benko soll einen Tag vor der Insolvenz der Signa Holding die Unterschriften von drei Mitgesellschaftern nachträglich in einen Dienstvertrag eingefügt haben. Dies betrifft einen Vertrag vom 12. Dezember 2021. Die WKStA hat seit dem 26. August Ermittlungen zu diesem Sachverhalt aufgenommen. Benko, der sich in Untersuchungshaft in Innsbruck befindet, bestreitet die Vorwürfe und erklärt, alle relevanten Entscheidungsträger hätten dem Dokument zuvor zugestimmt.

Zusätzlich gehen neue Krida-Vorwürfe gegen Benko um. Laut dem Standard soll er im November und Dezember 2023 beträchtliche Zahlungen an Gläubiger geleistet haben, während er bereits insolvent war. Unter den Zahlungen finden sich 135.000 Euro an eine Laura-Gesellschaft für Mieten sowie eine Garantie für Beraterkosten im Rahmen des Sanierungsverfahrens der Signa Holding in Höhe von insgesamt fünf Millionen Euro. Sein Anwalt betont, dass diese Zahlungen nicht aus Benkos Vermögen stammen und daher keine Gläubiger geschädigt worden seien.

Einordnung

Die Entwicklungen in der Causa Benko verdeutlichen die rechtlichen Herausforderungen, vor denen der Investor steht. Sowohl die Vorwürfe der Urkundenfälschung als auch die Krida-Ermittlungen könnten erhebliche Auswirkungen auf die Unternehmensstrukturen der Signa Holding und die damit verbundenen finanziellen Verpflichtungen haben.

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