Ermittlungen gegen René Benko ausgeweitet
Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ermittelt gegen den Tiroler Investor René Benko wegen des Verdachts der Urkundenfälschung. Laut Medienberichten soll Benko Unterschriften von drei Mitgesellschaftern nachträglich auf einen Gesellschafterbeschluss eingefügt haben.
Es wird berichtet, dass er einen Tag vor der Insolvenz der Signa Holding die Unterschriften von Torsten Toeller, Ernst Tanner und Dr. Hans Peter Haselsteiner in einen Dienstvertrag vom 12. Dezember 2021 eingefügt haben soll. Die Ermittlungen wurden von der Soko Signa am 26. August aufgenommen, nachdem neue Hinweise aufgetaucht waren.
Benko, der sich derzeit in Untersuchungshaft befindet, weist die Vorwürfe zurück. Sein Anwalt erklärte, dass alle Entscheidungsträger dem Dokument im Voraus zugestimmt hätten und die beanstandete Ergänzung lediglich für buchhalterische Zwecke vorgenommen worden sei. Das Dokument selbst habe keine wesentlichen Änderungen erfahren.
Zusätzlich sieht sich Benko neuen Vorwürfen der betrügerischen Krida gegenüber. Diese beinhalten, dass er während seiner Insolvenz Verbindlichkeiten eingehen und Gelder an Gläubiger transferiert haben soll. Laut Berichten überweist er zum Beispiel Mietzahlungen an Dienstleister, während er gleichzeitig Garantien für seine Sanierungsverfahren abgibt.
Einordnung
Die Ausweitung der Ermittlungen könnte eine entscheidende Rolle im Insolvenzverfahren der Signa Holding spielen. Diese Vorwürfe unterstreichen die rechtlichen Schwierigkeiten, die Benko und sein Unternehmen derzeit bewältigen müssen, und könnten potenziell Auswirkungen auf die Gläubiger und Investoren haben.


