Neuer Ausbildungsjahrgang am Kelag Ausbildungscampus in St. Veit gestartet
Am 1. September begann für 39 Jugendliche aus Kärnten am Kelag Ausbildungscampus in St. Veit ein neuer Lebensabschnitt. In diesem Jahr starteten 22 Lehrlinge in der Elektrotechnik, dem zentralen Berufsfeld der Ausbildung. Zudem werden zwei Lehrlinge zu Fernwärmetechnikern ausgebildet, einem neuen Lehrberuf.
Andrea Domberger, Geschäftsführerin der Kelag Energie & Wärme, betonte die Bedeutung dieser Ausbildung: „Wir haben uns sehr dafür eingesetzt, dass Fernwärmetechniker ein Lehrberuf wird. Unser Unternehmen zählt mit 85 Fernwärmenetzen zu den führenden Anbietern in Österreich.“ Darüber hinaus haben die Jugendlichen auch Lehrplätze als Maschinenbautechniker, Metallbau- und Blechbautechniker sowie als Bürkaufmann/-frau und Betriebslogistiker gewählt. Eine Jugendliche beginnt ihre Lehrausbildung als technische Zeichnerin.
Mangel an weiblichem Nachwuchs in technischen Berufen
Ein auffälliger Aspekt beim diesjährigen Lehrlingsstart war der geringe Anteil an Mädchen. Eva Tatschl-Unterberger, Geschäftsführerin der Kärnten Netz und ausgebildete Elektrotechnikerin, weist darauf hin, dass es an weiblichen Vorbildern mangele: „Leichter für Mädchen ist es, wenn Verwandte bereits in technischen Berufen tätig sind.“ Auch Katharina Zimmerberger, Leiterin des Kelag-Ausbildungscampus, bedaure den Mangel an Mädchen und appelliert, die aufregenden Möglichkeiten technischer Berufe stärker zu kommunizieren.
Investitionen am Ausbildungscampus
Die Kelag hat im vergangenen Jahr in moderne Infrastruktur am Campus investiert, die auch einen Sportplatz umfasst. Die Jugendlichen profitieren von Ausbildungsräumen, Werkstätten, frisch zubereitetem Essen, Sport- und Freizeitmöglichkeiten sowie Wohnangeboten im Jugendgästehaus. Diese Initiativen stärken die Gemeinschaft und gewährleisten eine umfassende Ausbildung.
Energiewende durch lokale Fachkräfte
Kelag-Vorstände Danny Güthlein und Reinhard Draxler sahen den neuen Lehrlingsjahrgang als wichtigen Schritt in die Zukunft. Güthlein erklärte, dass der Fokus auf erneuerbaren Energien liege, um von Gas und Erdöl unabhängig zu werden. Draxler ergänzte, dass rund vier Milliarden Euro in den nächsten zehn Jahren investiert werden sollen, um diese Ziele zu erreichen. Der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften sei dabei entscheidend.
Einordnung
Die Ausbildung am Kelag Ausbildungscampus ist ein klarer Beitrag zur Fachkräftesicherung im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Investitionen in moderne Ausbildungsbedingungen und die Schaffung neuer Ausbildungsberufe reflektieren den Bedarf, lokale Fachkräfte auszubilden und somit die Energiewende aktiv zu unterstützen. Diese Entwicklungen sind entscheidend für die nachhaltige Zukunft des Unternehmens und der Branche insgesamt.


