Steigende Arbeitslosigkeit im Bezirk Bruck an der Mur
Die Arbeitsmarktlage im Bezirk Bruck an der Mur zeigte sich im August 2023 schwächer im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Zahl der arbeitslosen Personen stieg um 8,2 Prozent auf 1.643. Besonders betroffen waren Frauen, deren Arbeitslosigkeit um 9,9 Prozent zunahm, während sie bei Männern um 6,7 Prozent anstieg.
Nach Altersgruppen verzeichneten sowohl die unter 25-Jährigen als auch die 25- bis 49-Jährigen Zuwächse von jeweils über sieben Prozent. Bei den über 50-Jährigen betrug der Anstieg sogar 9,5 Prozent. Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit waren mit einem Anstieg von über 13 Prozent besonders betroffen.
Herausfordender Arbeitsmarkt
Im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik waren 401 Personen in Schulungsmaßnahmen, was einen Rückgang von 14 Personen im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Zudem wurden 401 Personen neu arbeitslos vorgemerkt, was einem Anstieg von 21,9 Prozent entspricht. 396 Personen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, davon nahmen 177 eine Beschäftigung auf, was einen Anstieg von 6,6 Prozent im Jahresvergleich bedeutet.
Der Stellenmarkt zeigte eine stagnierende Entwicklung. Die Anzahl offener Stellen blieb unverändert, während die Zahl der Lehrstellensuchenden sowie die der verfügbaren Lehrstellen rückläufig waren. Im Juli 2023 sank zudem die Zahl der unselbstständig Beschäftigten im Bezirk um 0,8 Prozent auf 23.588 Personen. Die regionale Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent, was einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr darstellt.
Fazit
Einordnung
Der Arbeitsmarkt im AMS Bruck an der Mur sieht sich im August 2023 einem deutlichen Druck gegenüber. Die ansteigende Arbeitslosigkeit, sinkende Beschäftigungszahlen und ein stagnierender Stellenmarkt sind signifikante Entwicklungen. Besonders ältere Arbeitsuchende, Frauen sowie Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit sind stark betroffen.


