Metro Österreich diskutiert die Zukunft der Gastronomie
Bei der zehnten „Wiener Mittwochsgesellschaft des Handels, Edition Alpbach“ von Metro Österreich erörterten Zukunftsforscher Matthias Horx und Vertreter aus Wirtschaft und Politik die zukünftige Rolle von Gastronomie und Hotellerie. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach statt.
In ihrer Diskussion thematisierten Horx, Ivonne Bollow von Metro AG, Gero Dittrich von Metro Cash & Carry International und Marcus Kratzsch von Metro Österreich die ideelle Funktion von Gastronomiebetrieben. Im Zentrum stand die These, dass Restaurants und Cafés künftig als immer wichtigere Orte der persönlichen Begegnung fungieren werden.
Horx stellte fest, dass Digitalisierung, Individualisierung und Globalisierung gegensätzliche Bedürfnisse hervorrufen. Er spricht von einer „Relationship Recession“, bei der trotz digitaler Vernetzung ein wachsendes Bedürfnis nach realen sozialen Kontakten entsteht. Gastronomie könnte daher eine entscheidende Funktion als soziale Infrastruktur übernehmen.
Bollow betonte die Wichtigkeit einer lebendigen Gastronomielandschaft für eine offene Gesellschaft. Ziel müsse es sein, Orte zu schaffen, an denen Menschen miteinander in Austausch treten können, um demokratisches Gespräch zu fördern.
Metro Österreich will Gastronomiebetriebe nicht nur mit Produkten versorgen, sondern sie in der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle unterstützen. Die Firma betrachtet die Förderung gastronomischer Betriebe als ein Investment in die gesellschaftliche Zukunft.
Einordnung
Die Diskussion verdeutlicht, dass Gastronomiebetriebe über ihre wirtschaftliche Funktion hinausgehen und zu wichtigen Räumen für sozialen Austausch werden. Diese Erkenntnis ist relevant, da sie die Strategien der Gastronomiebranche beeinflussen könnte und die Notwendigkeit betont, persönliche Begegnungen zu fördern.


