Mislov sieht im ÖFB-Cup gegen Hartberg eine Reise in die Vergangenheit

September 5, 2026 08:23
Mislov sieht im ÖFB-Cup gegen Hartberg eine Reise in die Vergangenheit

Mislov trifft im ÖFB-Cup auf seinen Ex-Klub Hartberg

STEYR. Roko Mislov, Trainer von Vorwärts Steyr, steht vor einem emotionalen Duell im ÖFB-Cup gegen seinen ehemaligen Klub Hartberg. Das Spiel findet am 6. September um 17 Uhr im Vorwärts Stadion statt. Mislov, der 2013 aus Kroatien zu Hartberg wechselte, hat in seiner fünfjährigen Amtszeit dort eine bemerkenswerte Erfolgsstory geschrieben. Darüber berichtet Welt Stimme.

In der Zeit seines Traineramtes ermöglichte Mislov dem Klub den Aufstieg in die 2. Liga im Jahr 2017, gefolgt vom Sprung in die Bundesliga, was der Gemeinde mit 6700 Einwohnern wie ein Traum erschien. „Die Leute in Hartberg haben uns immer gesagt, dass sie noch nie so ein Team hatten“, erinnert sich Mislov an diese Zeit.

Der Verein schwankte zwischen zweiter und dritter Liga, doch mit dem erstmaligen Aufstieg in die Bundesliga wurde etwas Realität, was der Vereinsumfeld nie für möglich gehalten hätte. „Was wir mit Hartberg geschafft haben, war in der Tat unmöglich. Ich hätte die Wahrscheinlichkeit auf 0,1 Prozent geschätzt. Es ist vergleichbar damit, wenn Vorwärts Steyr in drei Jahren in der Bundesliga spielt“, beschreibt Mislov die Situation.

Bereits damals hatte er das Potenzial erkannt: „Als wir von der Regionalliga aufgestiegen sind, war es das Jahr, in dem aufgrund der Bundesliga-Reform drei Teams aus der zweiten Liga aufsteigen konnten. Ich sagte den Vereinsverantwortlichen damals, dass diese Chance einmalig sei. Ich kann mich gut erinnern, wie man mir antwortete: Roko, du bist nicht normal.“

Der Verein schloss die Saison als Vize-Meister ab und sicherte sich so den Aufstieg in die Bundesliga. Für Mislov ist diese Erfolgsgeschichte auch eine Motivation für seine momentane Tätigkeit in Steyr. „Es hat alles zusammengepasst und gezeigt, was eine eingeschworene Mannschaft erreichen kann. Unser damaliger Trainer Christian Ilzer glaubte immer daran, dass mehr möglich ist. Dieser Spirit war schwer zu beschreiben“, erklärt Mislov.

Jetzt liegt der Fokus des 38-Jährigen darauf, auch in Steyr einen starken Teamgeist zu entwickeln. „Von meinem ersten Tag an war das meine Priorität. Ich möchte eine Mannschaft formen, die in der Zukunft mehr erreichen kann, als es vielleicht realistisch scheint,“ sagt Mislov. Er ist zuversichtlich, dass seine Regionalligaspieler auch morgen gegen den Bundesligisten über sich hinauswachsen können. „In einem Spiel ist alles möglich. Das haben wir im Fußball schon oft erlebt. Wenn wir unser Limit erreichen, kann alles passieren“, so der Trainer.

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