Bundeslehrlingswettbewerb im Holzbau in Kärnten
Österreichs beste Nachwuchszimmerer trafen sich vom 2. bis 5. September in Kärnten zur diesjährigen Holzmesse, wo die Bundes- und Landesinnung der Holzbaumeister die besten Lehrlinge ihres Fachs kürte.
Insgesamt traten 22 Lehrlinge aus acht Bundesländern an. 21 männliche und eine weibliche Teilnehmerin mussten unter Zeitdruck ein anspruchsvolles Werkstück anfertigen, das anschließend von einer Fachjury bewertet wurde. Dabei wurden Präzision, räumliches Denken, handwerkliches Geschick und eine saubere Ausführung in den Mittelpunkt gestellt. Die Siegerehrung fand am Samstagnachmittag in der Messearena/Halle 5 statt.
Sieg ging nach Niederösterreich
Der Bundessieger des Wettbewerbs ist Florian Hollaus aus Niederösterreich, gefolgt von Peter Gabriel aus Oberösterreich und David Luttenberger aus der Steiermark. Kevin Puregger (Steiermark), Markus Wagner (Niederösterreich) und Benedikt Lorenz Berger (Vorarlberg) belegten die Plätze vier bis sechs. „Beim Bundeslehrlingswettbewerb zählt nicht nur der sichere Umgang mit dem Werkzeug. Die Teilnehmer müssen vorausdenken, ihre Arbeit genau einteilen und auch unter Zeitdruck sauber arbeiten. Florian Hollaus hat diese Anforderungen am besten erfüllt und verdient den Sieg geholt“, erklärte Bundesinnungsmeister Simon Kathrein. WKÖ-Vizepräsidentin Carmen Goby lobte den Wettbewerb als beeindruckende Leistungsschau des österreichischen Holzbaus und hebt die Bedeutung der Ausbildungsbetriebe hervor.
Kärnten stark vertreten
Für Kärnten traten Joel Feldner von der Holzbau Bretis GmbH, Tobias Napetschnig von Reiter – Lavanttaler Holzbau GmbH und Fabian Krammer-Plattner von der Franz Roth GmbH an. Sie hatten sich in den Landeswettbewerben für den Bundesbewerb qualifiziert, erzielten jedoch keinen Podestplatz. Trotz dieser Ergebnisse gehören die Kärntner Lehrlinge zu den Besten ihres Jahrgangs. Kärntens Landesinnungsmeister Friedrich Klaura betonte die hohe Leistungsfähigkeit und das Engagement der Lehrlinge, die maßgeblich zur Sicherstellung des Fachkräftebedarfs in der Zukunft beitragen.
Einordnung
Der Wettbewerb verdeutlicht die hohe Qualität der Lehrlingsausbildung im Holzbau in Österreich. Die Fähigkeiten der Lehrlinge sind entscheidend für die Branche, insbesondere vor dem Hintergrund anstehender Anforderungen im Bauwesen, wie Renovierungen und Sanierungen. Die Nachwuchskräfte werden so zu Schlüsselakteuren für die zukünftige Entwicklung des Handwerks.


