FIS-Präsident verteidigt jährliche Ski-Weltmeisterschaften ab 2032
OBERHOFEN / INNSBRUCK. Der neu gewählte FIS-Präsident Alexander Ospelt bekräftigte am 8. September 2026 seine Unterstützung für das umstrittene Konzept jährlicher Ski-Weltmeisterschaften ab 2032, trotz Kritik von verschiedenen Seiten. Darauf berichtet Welt Stimme.
Ospelt plant, den noch nicht endgültig beschlossenen Plan mit allen Beteiligten zu erörtern. „Dass es jetzt so heiß diskutiert wird, begrüße ich absolut. Dadurch erhalten wir noch mehr Argumente pro und contra. Ich möchte nichts falsch machen, ich möchte alle einbeziehen und stehe da einer Diskussion offen gegenüber“, äußerte er sich gegenüber dem ORF.
Der neue Präsident sieht gegenwärtig mehr Vorteile als Nachteile in diesem Konzept und betont, dass es sich dabei um einen Vorschlag aus einem Workshop handele, das auch im FIS-Council behandelt worden sei. Nach seiner Einschätzung würden sowohl Athleten als auch Veranstalter von häufigeren Weltmeisterschaften profitieren. „Ich sehe sehr viele Vorteile“, erklärte Ospelt weiter.
Gespräche mit dem ÖSV stehen bevor
Der Österreichische Ski-Verband (ÖSV) hatte auf den Vorschlag der FIS skeptisch reagiert. Aus diesem Grund plant Ospelt zeitnahe Gespräche mit der Führung des ÖSV, um eventuelle Missverständnisse auszuräumen. „Mir geht es darum, den Austausch mit dem ÖSV zu suchen“, so Ospelt, der sich einen fairen Meinungsaustausch erhofft.
Die Befürchtung, dass jährliche Weltmeisterschaften die Titelkämpfe entwerten könnten, weist Ospelt zurück. „Die WM sollte ein fixer Bestandteil unserer Saison sein, als Ergänzung zum Weltcup“, sagte der Liechtensteiner, der im Juni mit knapper Mehrheit gegen den bisherigen Amtsinhaber Johan Eliasch gewählt wurde.
Modifizierte Weltcup-Formate in der Planung
Der neue FIS-Präsident hat auch Pläne für die Zukunft des Weltcups. „Die Formate müssen besser werden, wir müssen kürzer werden. Ich kann mir vorstellen, nur noch 45 Starter bei Weltcuprennen zu haben und das System mehr durchlässig zu gestalten. Wir sollten Wildcards an lokale Athleten vergeben, um das System flexibler zu machen“, fügte Ospelt hinzu.


