Houthi-Miliz erobert Hafenstadt Mokka im Jemen
Die Houthi-Miliz hat die Hafenstadt Mokka an der Westküste des Jemens eingenommen, wie aus jemenitischen Militärquellen und Augenzeugenberichten hervorgeht. Mit dieser Eroberung kontrollieren die Houthi einen wichtigen Zugang zur Meerenge Bab al-Mandab.
Militärische Berichte bestätigen, dass Kräfte, die zuvor die Kontrolle über Mokka hatten, ihre Ausrüstung in ein Gebiet südlich der Stadt verlagert haben. Die Houthi-Miliz hat in den letzten Tagen an mehreren Fronten angegriffen und die Truppen an der Westküste unter Druck gesetzt.
Mokka, die strategisch wichtige Stadt, liegt unmittelbar nördlich der Meerenge Bab al-Mandab, einer der bedeutendsten Schifffahrtsrouten weltweit. Die Houthi nutzen nun ihre Stellung in der Stadt, um Handels- und andere Schiffe im Roten Meer zu bedrohen, was bereits zu früheren Angriffen auf Schiffe geführt hat.
Die Houthi gaben zudem an, dass ihnen Saudi-Arabien am Mittwoch mehr als 50 Luftangriffe vorgeworfen habe. Saudi-Arabien führt seit 2015 militärische Operationen im Jemen durch, um die international anerkannte Regierung zu unterstützen, während der Konflikt durch die geopolitischen Spannungen in der Region neu entfacht wurde.
Einordnung
Die Kontrolle über Mokka stellt eine signifikante Veränderung im Machtgefälle im Jemen dar. Diese Entwicklung könnte die Lage im gesamten Roten Meer beeinflussen und die Bedrohung für Handelsschiffe verstärken.


