Spätes 1:1 gegen Salzburg – SV Ried ließ auch „Geri“ jubeln
RIED. Im Fußball-Bundesliga-Spiel am 11. September 2026 erzielte die SV Oberbank Ried ein 1:1-Unentschieden gegen Red Bull Salzburg. Der Punktgewinn war bemerkenswert, da die Rieder im Gedenken an die verstorbene Fan-Legende Geri Lackerbauer antraten. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die historische Sieglos-Serie der SV Ried begann auch nach dem aktuellen Spiel fortzudauern, aber das Unentschieden stellte für die Innviertler mehr dar als einen weiteren Punkt in der Tabelle. In der 84. Minute erzielten die Gäste aus Salzburg den ersten Treffer der Partie, doch Ried antwortete schnell: Philipp Pomer köpfte in der 86. Minute den Ausgleich und verwandelte die BWT Oberösterreichische Arena in ein Tollhaus.
Vor Spielbeginn wurde eine Trauerminute für Geri Lackerbauer abgehalten, der am vergangenen Samstag im Alter von 82 Jahren verstorben war. Lackerbauer, ein treues Mitglied der SV Ried, hatte 1995 gemeinsam mit seiner Frau den Fanclub Schwarz-Grün gegründet. Fans ehrten ihn mit transparenten Botschaften, die seine Bedeutung für den Verein unterstrichen.
Die Rieder mussten in der ersten Halbzeit stark gegen den Druck der mächtigen Salzburger ankämpfen. Bereits in der neunten Minute kamen die Gäste einer Führung nahe, als Edmund Baidoo das Tor nur um Haaresbreite verfehlte und die Stange traf. Diese verpasste Chance war ein Vorbote für die Dominanz der Salzburger in der ersten Hälfte: Yorbe Vertessen scheiterte in der 27. Minute und Tabakovic verfehlte aus kurzer Distanz in der 31. Minute das Tor.
Ried steigerte sich nach der Pause
Die zweite Halbzeit brachte eine Wende für die SV Ried, die die Offensive besser zu gestalten wusste. Pape Sissoko konnte jedoch in der 49. Minute eine vielversprechende Chance nicht nutzen. In der 52. Minute fehlte Vertessen erneut nur wenig zum Führungstreffer.
Die Rieder schienen mehr am Spiel teilzuhaben, doch eine missratene Aktion in der 56. Minute fast bestrafte sie, als ein Abwehrspieler den Ball nur knapp am Tor vorbeilegte. Zehn Minuten später bewies Rieds Abwehrchef Samuel Chukwudi seine Stärke, als er mit einer Kopfballchance den Salzburger Torhüter Christian Zawieschitzky herausforderte.
Als Konate in der Schlussminute doch noch den Führungstreffer für Salzburg erzielte, schien der Punktgewinn für Ried verloren zu gehen. Doch Philipp Pomer bewies mit seinem Ausgleichstreffer, dass der Glaube an die Möglichkeit des Punktgewinns nie verloren war. Der euphorische Jubel der 6420 Fans spiegelte die Bedeutung dieses Spiels wider, nicht nur für die Mannschaft, sondern auch für das Andenken an Geri Lackerbauer.

