Veränderung an der Spitze der Halleiner Arbeitsinitiative
Nach 30 Jahren geht Michaela Gadermayr als Geschäftsführerin der Halleiner Arbeitsinitiative (HAI) in den Ruhestand. Ihre Nachfolgerin, Franziska Werner, betont, dass sie sich dafür einsetzen möchte, Menschen Chancen zu geben und deren Potenzial zu fördern.
Gadermayr beschreibt ihren Abschied mit gemischten Gefühlen. „Die Halleiner Arbeitsinitiative war für mich wie eine zweite Familie. Nach 30 Jahren ist der Abschied nicht einfach“, erklärt sie. Besonders eindrucksvoll sei für sie die Unterstützung der vielen Frauen und Männer, die durch die HAI erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert wurden. „Es war immer wieder schön zu sehen, wie sie die Möglichkeiten genutzt haben, über sich hinauswachsen konnten und ihr Leben selbstbestimmt gestaltet haben“, so Gadermayr.
Franziska Werner bringt umfassende Erfahrung aus der Sozialwirtschaft mit und übernimmt die Leitung der HAI, die seit 40 Jahren arbeitsuchenden Menschen neue Perspektiven eröffnet. Die Übergabe erfolgte in einer gemeinsamen Phase zur Sicherstellung von Kontinuität für Mitarbeitende und Partner.
Für Werner ist die HAI ein Ort, an dem gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliches Handeln zusammenkommen. „Die Arbeitsmarktintegration kann viel verändern – für Einzelne, Familien und letztlich für unsere Gesellschaft“, so ihre Aussage zur Bedeutung der HAI.
Die HAI unterstützt arbeitsuchende Menschen durch befristete Beschäftigung, Qualifizierung und Beratung. Seit der Gründung im Jahr 1986 wurden rund 1.250 Transitarbeitskräfte beschäftigt, wobei im Schnitt 55 Prozent nach ihrem Austritt wieder eine Beschäftigung fanden. Die HAI hat sich von einer Inititative für benachteiligte Jugendliche zu einem anerkannten sozialen Unternehmen entwickelt, das auch Dienstleistungen wie Entrümpelungen und Secondhand-Verkäufe anbietet. Die Finanzierung erfolgt durch das AMS Salzburg, das Land Salzburg sowie eigene Erlöse.
Einordnung
Mit dem Wechsel in der Geschäftsführung bleibt die HAI auf ihrem Kurs, die Arbeitsmarktintegration zu stärken. Der Übergang zu Werner sichert die Fortsetzung erfolgreicher Programme zur Unterstützung von Arbeitsuchenden und ermöglicht eine Weiterentwicklung der Organisation im Sinne sozialer Verantwortung und professioneller Unternehmensführung.


