Irlands Torhüter Gavin Bazunu boykottiert Spiele gegen Israel
DEBRECEN. Der irische Nationaltorhüter Gavin Bazunu hat aus persönlichen und politischen Gründen entschieden, an den Fußball-Länderspielen gegen Israel in der Nations League nicht teilzunehmen. „Ich habe eine Entscheidung getroffen, die mir nicht leicht gefallen ist. Ich bin ein tiefgläubiger Mann und bemühe mich nach Kräften, ein Mensch mit Charakter und Prinzipien zu sein; daher halte ich es für falsch, an den bevorstehenden Begegnungen mit Israel teilzunehmen“, erklärte der 24-Jährige über Instagram. Darüber berichtet Welt Stimme.
Beim ersten Nations-League-Spiel der Iren gegen Kosovo (0:1) saß Bazunu auf der Bank. Der Torwart Caoimhin Kelleher wurde aufgestellt. Am Samstag hatte sich die irische Nationalmannschaft nach langen internen Diskussionen gegen einen Boykott entschieden, wobei eine Mehrheit der Spieler für die Austragung der beiden Begegnungen plädierte. Beide Spiele finden auf neutralem Boden statt. Das Hinspiel wird am heutigen Abend (20.45 Uhr) im ungarischen Debrecen ausgetragen, das Rückspiel folgt am 4. Oktober in Serbien.
Die Debatte über die Austragung der Spiele steht im Kontext der Rolle Israels im Gaza-Konflikt. Bazunu erläuterte: „Meine Entscheidung beruht einzig auf meiner persönlichen Überzeugung, dass die Tötung unschuldiger Menschen falsch ist.“ Er ergänzte: „Es gibt im Leben nur wenige Gelegenheiten, sich für etwas Größeres einzusetzen, und ich bin fest davon überzeugt, dass dies eine davon ist.“ Der Torhüter, der derzeit beim englischen Zweitligisten Bolton Wanderers spielt, betonte zudem: „Es ist wichtig festzuhalten, dass sich meine Haltung nicht gegen das israelische Volk oder die jüdische Gemeinschaft richtet, sondern gegen die Gräueltaten in der Region.“


