Arzt gesteht, Ketamin an Matthew Perry abgegeben zu haben

Juli 28, 2025 09:51
Arzt gesteht, Ketamin an Matthew Perry abgegeben zu haben

Arzt gesteht im Fall Matthew Perry: Schuldig wegen Bereitstellung von Ketamin

Ein 43-jähriger Arzt hat sich vor einem kalifornischen Gericht im Zusammenhang mit dem Tod des „Friends“-Stars Matthew Perry schuldig bekannt. Er gestand, den Schauspieler mit dem Betäubungsmittel Ketamin versorgt zu haben. Das Strafmaß wird im Dezember verkündet, wobei ihm eine Gefängnisstrafe von bis zu 40 Jahren droht. Im Gegenzug für sein Schuldeingeständnis wurden weitere Anklagepunkte fallen gelassen, was zu einem milderen Urteil führen könnte.

Die Anwältin des Arztes erklärte, ihr Mandant sei „zutiefst reumütig“ über seine Behandlungsentscheidungen. Obwohl er Perry nicht direkt im Moment seines Todes behandelt habe, hofft er, dass sein Fall als Warnung für andere Mediziner dienen könne. Der Arzt beschaffte zwischen dem 30. September und dem 12. Oktober 2023 mehrmals Ketamin für Perry und injizierte ihm das Mittel bereits in seinem Haus sowie im Auto auf einem öffentlichen Parkplatz. Für diese Transaktionen erhielt er mehrere tausend US-Dollar. Laut Staatsanwälten hatte Perry das Ketamin, das zu seinem Tod führte, jedoch nicht von ihm erhalten.

Fünf Angeklagte nach Tod im Whirlpool

Perry, der am 28. Oktober 2023 im Whirlpool seines Hauses in Los Angeles tot aufgefunden wurde, hatte zuvor öffentlich über seinen Kampf gegen Suchtkrankheiten gesprochen. Berichten zufolge hatte er sich einer Ketamin-Therapie zur Behandlung von Depressionen und Angstzuständen unter ärztlicher Aufsicht unterzogen und soll zudem das Medikament auf dem Schwarzmarkt bezogen haben. Nach seinem Tod wurden schwere Vorwürfe gegen fünf Festgenommene erhoben, darunter drei Personen, die sich bereits im vergangenen Jahr schuldig bekannte. Ihr Strafmaß steht noch aus. Eine als „Ketamin-Königin“ bezeichnete Drogenlieferantin hat auf nicht schuldig plädiert, ihr Fall soll Mitte August verhandelt werden.

Ketamin, ein seit Jahrzehnten erprobtes Narkosemittel, wird in bestimmten Fällen auch zur Behandlung von therapieresistenten Depressionen eingesetzt. Es wird jedoch auch von Partygängern als illegale Clubdroge missbraucht.

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