56 Festnahmen und über 200 Anzeigen nach rechtsextremer Demonstration in Wien

Juli 27, 2025 15:12
56 Festnahmen und über 200 Anzeigen nach rechtsextremer Demonstration in Wien

Die Wiener Polizei hat nach der Demonstration der rechtsextremen Identitären Bewegung in der Innenstadt Bilanz gezogen. Bei dem Umzug und den Gegenkundgebungen wurden über 200 Anzeigen erstattet und insgesamt 56 Personen festgenommen. 

WIEN. Am Wochenende kam es in der Wiener Innenstadt zu einem turbulenten Geschehen. Die rechtsextreme Identitäre Bewegung hatte monatelang in sozialen Medien für eine Kundgebung in der Bundeshauptstadt mobilisiert, unter dem Motto: „Information und Aufklärung der Passanten über die Wiener Asyl- und Migrationspolitik“.

Die Reaktionen darauf umfassten mehrere Gegendemonstrationen, unter anderem von der kommunistischen Jugend, die unter dem Motto „Rassismus hat keinen Platz in Wien“ auftraten. Am Samstag, dem 26. Juli, versammelten sich etwa 200 Anhänger und Sympathisanten der Identitären Bewegung in Wien, darunter deren Anführer Martin Sellner.

Fäkalien und Eier als Wurfgeschosse

Ursprünglich war von 48 Festnahmen die Rede, jedoch gab die Polizei in ihrer endgültigen Bilanz am Sonntag, dem 27. Juli, 56 Festnahmen und über 200 Anzeigen bekannt. Ein Polizeisprecher erklärte, die Festnahmen erfolgten bei der Auflösung von insgesamt drei Sitzblockaden der Gegendemonstranten.

Die Anzeigen beziehen sich überwiegend auf Verwaltungsübertretungen bezüglich des Versammlungsrechts oder auf das Verweigern der Identitätsfeststellung durch Beamte. Von den Anzeigen sind lediglich sechs strafrechtlich relevant, darunter vier wegen Sachbeschädigung und eine wegen Körperverletzung.

Ein direktes Aufeinandertreffen zwischen den Identitären und den Gegendemonstranten konnte von der Polizei verhindert werden, jedoch kam es zu Störversuchen durch vermummte Personen. Eier und Säckchen mit Fäkalien wurden auf die Teilnehmer der Kundgebung und die Einsatzkräfte geworfen.

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Sturm Graz muss mehrere Wochen ohne Neuzugang Axel Kayombo auskommen
Vorheriger artikel

Sturm Graz muss mehrere Wochen ohne Neuzugang Axel Kayombo auskommen

Nächster artikel

Honor 400 Pro im test: preiswerte oberklasse mit herausragender ausstattung

Nicht verpassen