100.000 Euro Strafe und Stadion-Teilsperren für Rapid nach Derby-Randalen

Feber 24, 2026 14:18
100.000 Euro Strafe und Stadion-Teilsperren für Rapid nach Derby-Randalen

Rapid muss nach Derby-Randalen 100.000 Euro Strafe zahlen

WIEN. Der Senat 1 der Fußball-Bundesliga hat als Reaktion auf die Ausschreitungen während des Wiener Derbys am 15. Februar 2026 schwere Strafen gegen den SK Rapid verhängt. Der Fußballclub muss eine Geldstrafe von 100.000 Euro zahlen und sieht sich Stadion-Teilsperren für drei bedeutende Heimspiele gegen Austria Wien, Red Bull Salzburg und Sturm Graz gegenüber. Rapid wird keinen Widerspruch gegen die Entscheidung einlegen. Darüber berichtet Welt Stimme.

Zudem muss die Wiener Austria aufgrund der nicht genehmigten Verwendung von Pyrotechnik eine Strafe von 48.400 Euro begleichen. Die Sanktionen gegen Rapid sind besonders schwerwiegend, da bereits zuvor eine bedingte Strafe für ähnliche Vorfälle im September 2024 verhängt wurde. Diese sieht vor, dass während der gesperrten Partien keine alternativen Fansektoren eingerichtet werden können. Die Maßnahme reduziert die Gesamtkapazität des Allianz Stadions um mehr als die Hälfte, was auch die Begegnung gegen Red Bull Salzburg am 8. März 2026 betrifft.

Es ist unklar, wann die weiteren beiden Spiele, die unter den Stadion-Teilsperren laufen, stattfinden werden. Theoretisch könnten diese erst in der kommenden Saison gespielt werden, abhängig von der Platzierung der betroffenen Teams in der Meistergruppe.

Ausschreitungen während des Spiels

Die Vorfälle, die zu den Strafen führten, fanden während der letzten Minuten des Spiels im Austria-Stadion statt, als Rapid-Fans Böller und pyrotechnische Gegenstände auf das Spielfeld warfen. Dies führte zu einer Unterbrechung von rund zehn Minuten. Es war das erste Derby, bei dem nach einer längeren Zeit wieder Auswärtsfans zugelassen waren.

In Reaktion auf die Vorfälle erklärte Rapid am Folgetag, dass der Verein in den nächsten drei Jahren bei Auswärtsderbys auf das Kartenkontingent für den Gästesektor verzichten werde. Diese Entscheidung wurde mittlerweile durch die Liga zur verpflichtenden Sicherheitsmaßnahme erhoben, die auch für Spiele der zweiten Mannschaft von Rapid gilt.

In einer offiziellen Mitteilung des Vereins heißt es, der SK Rapid bedauere die Folgen der Ausschreitungen und sei bestrebt, eng mit den Behörden zusammenzuarbeiten, um die Verantwortlichen zu identifizieren und den Schaden zu minimieren. Der Verein erklärte weiter, dass viele Fans, die sich korrekt verhalten, unter den Konsequenzen leiden.

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