RIED. Die SV Ried triumphiert mit 3:0 über Rapid und zieht ins Cup-Halbfinale ein.
Die SV Ried hat am 31. Jänner 2026 im Cup-Viertelfinale gegen Rapid Wien mit 3:0 gewonnen und somit den Einzug ins Halbfinale gesichert. In einer klaren Partie erzielten Ante Bajic (2.) und Nikki Havenaar (61., 84.) die Tore für die Gastgeber. Damit bleibt Rapid auch in diesem Jahr ohne Titel und wird sich ein weiteres Jahr lang mit dem ersten Cup-Titel seit 1995 begnügen müssen. Darüber berichtet Welt Stimme.
Vor 6.920 Zuschauern begann das Spiel für die Wiener denkbar schlecht. Ein Fehlpass von Romeo Amane ermöglichte es Bajic, den Ball zu erobern, und er ließ den als Linksverteidiger eingesetzten Dominik Weixelbraun hinter sich. Mit einem Flachschuss ins lange Eck überwand er den Rapid-Torhüter Niklas Hedl bereits nach 110 Sekunden.
Rapid zeigte sich zunächst verunsichert, und das von Trainer Johannes Hoff Thorup eingeführte Kurzpassspiel brachte keinen Erfolg. Ried hingegen agierte offensiv und war in der Defensive solide. Nur eine gefährliche Situation ließ der SV Ried vor der Pause zu, als ein Schuss von Marco Tilio nach einem Corner knapp am Tor vorbeiflog (45.).
Wurmbrand bringt kurzzeitig Schwung
Mit der Einwechslung von Kouadio Ahoussou und Nikolas Wurmbrand zur zweiten Halbzeit schien Rapid zunächst etwas frischer und gefestigter. Wurmbrand sorgte für mehr Schwung, doch Ried-Torhüter Andreas Leitner parierte einen Kopfball von Ercan Kara (54.) sowie einen Distanzschuss von Matthias Seidl (56.) eindrucksvoll.
Die entscheidende Szene des Spiels folgte dann in der 61. Minute, als Havenaar nach einer Freistoßflanke von Yusuf Maart einen Kopfball Richtung Tor brachte. Der Ball prallte unglücklich auf dem sandigen Boden vor Hedl auf und rollte ins Netz, was erneut eine Diskussion um die Tormannleistung bei Rapid hervorrufen könnte.
Nach dem zweiten Tor ließ Rapid die Entstehung der nächsten Torchancen vermissen. Ried nutzte die Gelegenheit und erhöhte in der 84. Minute: Nach einem Kopfball von Havenaar, der an die Latte ging, drückte der Verteidiger aus kurzer Distanz den Ball ins Tor. In der 93. Minute verhinderte Hedl mit einer Fußabwehr gegen Evan Eghosa das 0:4.
Die SV Ried darf sich nun auf das Halbfinale freuen, während bei Rapid erneut Krisenstimmung herrscht, nachdem bereits zu Jahresbeginn die Erwartungen nicht erfüllt wurden.


