ÖFB-Team vor wichtigem WM-Quali-Spiel gegen Rumänien – Trainer Lucescu denkt an Rücktritt
Nach dem Testspielsieg gegen die Republik Moldau könnte das bevorstehende Heimspiel gegen das österreichische Fußballnationalteam am Sonntag (15. Oktober 2025, 20:45 Uhr, live auf ServusTV) das letzte für Rumäniens Teamchef Mircea Lucescu sein. Der 80-Jährige hat sein Amt bereits im September zur Disposition gestellt. Daraufhin bekräftigte er erneut, dass er bereit sei, zurückzutreten, sollte das Spiel nicht den gewünschten Erfolg bringen. Darüber berichtet Welt Stimme.
Lucescu zeigt sich nach dem 2:2 gegen Zypern, wo die Rumänen eine 2:0-Führung verspielten, verärgert über die aktuelle Lage. Selbst nach einem Sieg gegen Österreich bleibt das direkte WM-Ticket für Rumänien in weiter Ferne. „Wir müssen uns auf die Play-offs konzentrieren“, betonte Lucescu.
Das Team hat die Unterstützung erfahrener Spieler verloren: Unter anderem wurde Torhüter Horatiu Moldovan aus dem Kader gestrichen, nachdem er für ein entscheidendes Gegentor verantwortlich gemacht wurde. Des Weiteren kämpft das Team mit Verletzungen und Sperren – mehrere Stammspieler, darunter der Linksverteidiger Nicusor Bancu, sowie Mittelfeldspieler Nicolae Stanciu und Stürmer Denis Dragus fallen aus.
Historie und Bauchschmerzen
Lucescu, der in der Vergangenheit eine große Rolle in der rumänischen Nationalmannschaft spielte und Spieler wie Gheorghe Hagi einst formte, erinnert sich an seine erste Amtszeit, die vor 39 Jahren mit einem Match gegen Österreich endete. „Am Sonntag steht ein prestigeträchtiges Spiel an“, erklärte Lucescu, während er die Möglichkeit eines erneuten Rücktritts nicht ausschloss.
Der ehemalige Superstar Hagi, der für viele als „Regele“ (König) gilt, könnte möglicherweise als Lucescus Nachfolger in Betracht gezogen werden, was sowohl in der Öffentlichkeit als auch unter Fußball-Experten intensive Diskussionen auslöst.
ÖFB-Team in guter Verfassung
Österreich kommt mit einer positiven Bilanz in das Spiel. Das letzte Duell endete 2:1 für das ÖFB-Team, und in den vergangenen Begegnungen konnte Österreich die Oberhand behalten. Die österreichische Mannschaft, gestärkt durch den klaren 10:0-Sieg gegen San Marino, ist mit frischem Selbstbewusstsein nach Rumänien gereist und könnte sich die nächsten Schritte zur Qualifikation sichern.
Hagi, der mittlerweile bei Alanyaspor spielt und aufgrund von Verletzungen weiterhin auf der Bank Platz nehmen könnte, wird von seinem Vater Lucescu als zentraler Spieler angesehen. „Wir müssen die verletzten Spieler angemessen vertreten“, zeigte sich Hagi optimistisch.
Mit dieser Konstellation und der wiederkehrenden Rivalität der beiden Mannschaften erwartet sich das Publikum ein spannendes Duell, das sowohl für Rumänien als auch für Österreich von Bedeutung ist.


