Ski alpin: Kriechmayr siegte im Super-G von Beaver Creek
BEAVER CREEK. Der 34-jährige österreichische Skirennläufer Vincent Kriechmayr hat am 5. Dezember 2025 im Super-G von Beaver Creek einen klaren Sieg erzielt. Mit einer Zeit von 1:06,77 Minuten setzte er sich deutlich vor dem Norweger Fredrik Möller (+0,56 Sekunden) und seinem Landsmann Raphael Haaser (+1,03 Sekunden) durch. Daraufhin feierte Kriechmayr seinen 19. Weltcupsieg. Darüber berichtet Welt Stimme.
Das Rennen war durch wechselhafte Wetterbedingungen gekennzeichnet, was zu mehreren Unterbrechungen führte. „Natürlich freue ich mich über meine Leistung. Es passt, aber anders wäre es mir lieber gewesen. Es hat natürlich einen faden Beigeschmack, ich glaube, es war nur bis zur Startnummer 14 richtig fair“, kommentierte Kriechmayr im ORF. Der Athlet hatte zuletzt im Februar 2024 einen Sieg im Weltcup errungen und übernahm nun das Trikot des Disziplinführenden nach einem zweiten Platz beim Rennen in Copper Mountain in der Vorwoche.
Haaser, der im ersten Saisonrennen Platz drei belegte, äußerte sich optimistisch: „Ich glaube, dass die ganze Mannschaft gut beieinander ist. Das macht sicher Lust auf mehr.“ Der Abfahrtsieger Marco Odermatt landete in diesem Rennen auf dem fünften Platz (+1,23 Sekunden). Außerdem platzierten sich zwei weitere Österreicher, Stefan Eichberger und Stefan Babinsky, im Vorderfeld auf den Plätzen sechs und neun.
Immer wieder Unterbrechungen
Im Zuge des Wettkampfs bewies Kriechmayr im anspruchsvollen oberen Abschnitt der Strecke, den „Birds of Prey“, seine Fähigkeiten. Mit der Startnummer 6 setzte er eine Richtzeit, die für viele andere Athleten eine immense Herausforderung darstellte. So nahm er seinem Teamkollegen Eichberger 1,28 Sekunden ab, während Odermatt bei der ersten Zwischenzeit bereits mehr als eine Sekunde zurücklag. Auch der Wind stellte sich als entscheidender Faktor heraus.
Bei Haaser waren es lediglich sieben Zehntel Rückstand auf Kriechmayr. In der Folge stürzte der Schweizer Franjo von Allmen, blieb jedoch unverletzt, was zu erneuten Unterbrechungen des Rennens führte. Trotz der schwierigen Bedingungen, die teils sogar Sonne mit sich brachten, konnte Kriechmayr seinen zweiten Sieg in Beaver Creek seit 2017 sichern.
Marco Schwarz erwähnte ebenfalls die herausfordernden Bedingungen und sagte: „Ich darf nicht jammern, es ist ein Outdoor-Sport. Es ist vielleicht nicht 100 Prozent fair, aber die Besten sind vorne.“ Er kritisierte sich gleichzeitig selbst und betonte die Notwendigkeit, bei schlechter Sicht mehr Selbstvertrauen zu zeigen.


