Infinity Train: Fortschritte bei der umweltfreundlichen Transporttechnologie in Australien
In Australien wurde der sogenannte Infinity Train, der seine Batterie beim Fahren selbst lädt und keine externe Energie benötigt, erfolgreich getestet. Dieser innovative Zug wird bald Rohstoffe aus dem Landesinneren zu Hafengebieten transportieren.
Pilbara (Australien). Die Fortescue Metals Group betreibt in der Pilbara-Region im Bundesstaat Western Australia mehrere Minen, deren Erz derzeit mit Diesellokomotiven zu Verladehäfen in der Nähe von Port Hedland transportiert wird. Das Unternehmen kündigte im Mai 2022 an, dass der Infinity Train künftig diesen Transport übernehmen soll. Es handelt sich um eine elektrische Lokomotive, die ihre Batterie während der Fahrt autonom lädt und dabei auf externe Energiequellen verzichtet.
Die Fortescue Metals Group hat nun den gemeinsam mit Williams Advanced Engineering entwickelten Infinity Train präsentiert. Der Prototyp des Zugs absolvierte erfolgreich seine erste Fahrt über etwa 1.100 Kilometer von Perth in die Pilbara-Region in Westaustralien.
„In den kommenden Monaten wird der Zug rigorosen Tests unterzogen, um seine Leistung zu bewerten, bevor er später in diesem Jahr auf der Hauptstrecke in der Pilbara zum Einsatz kommt.“
Rückgewinnung von Bremsenergie als Schlüsseltechnologie
Der Infinity Train nutzt das regenerative Bremsen, um die Batterien während der Fahrt aufzuladen. Dies wird ermöglicht, da der Zug in den Minen schwer beladen wird und mit hohem Gewicht bergab zum Hafen fährt. Der leere Zug, deutlich leichter, fährt anschließend zurück zu den Minen mit vollständig aufgeladenen Batterien. Die beim regenerativen Bremsen gewonnene Energie reicht aufgrund des signifikanten Gefälles auf dem 620 Kilometer langen unternehmenseigenen Schwerlastschienennetz aus, um den Zug zu betreiben, wodurch externes Laden überflüssig wird.
Verringerung der CO₂-Emissionen
Die Diesellokomotiven der Fortescue Metals Group haben im Jahr 2021 rund 82 Millionen Liter Diesel verbraucht, was zu erheblichen CO₂-Emissionen führte. Das Unternehmen plant, bis 2030 vier seiner Transportwege mit diesen innovativen regenerativen Zügen auszustatten, um jährlich etwa 235.200 Tonnen CO₂-Emissionen einzusparen.



