26 neue Teilnehmer beginnen Ausbildung an der Gewerkschaftsschule Salzburg

Oktober 2, 2025 22:12
26 neue Teilnehmer beginnen Ausbildung an der Gewerkschaftsschule Salzburg

Arbeit im Betriebsrat oder in der Personalvertretung ist sehr umfangreich. Das optimale Rüstzeug für diese Tätigkeit erhalten Gewerkschaftsmitglieder kostenlos in der Salzburger Gewerkschaftsschule.

ZELL AM SEE. Am 2. Oktober 2025 fiel der Startschuss für zwei neue Lehrgänge in Salzburg und Zell am See, an denen insgesamt 26 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus unterschiedlichen Branchen und Gewerkschaften teilnehmen. Laut ÖGB-Landesvorsitzendem und AK-Präsidenten Peter Eder werden diese Lehrgänge bereits seit über 50 Jahren angeboten, und erstmals nehmen mehr Frauen als Männer an der zweijährigen Ausbildung teil, die mit 32 ECTS-Punkten zertifiziert ist. Darüber berichtet Welt Stimme.

„Seit 51 Jahren gibt es mittlerweile die Gewerkschaftsschule in Salzburg. Erstmals in der Geschichte starten mehr Frauen als Männer in die zweijährige Ausbildung, die dank der offiziellen Anerkennung durch die Weiterbildungsakademie Österreich (wba) mit 32 ECTS zertifiziert ist.“

Eder betonte den Umfang des Lehrplans: „Die Gewerkschaftsschule vermittelt Grundwissen in Recht, Politik, Wirtschaft und Gewerkschaft und ist ein idealer Ort, um sich mit anderen Kolleginnen und Kollegen zu vernetzen“, so Eder. Er fügte hinzu: „Ich wünsche den 26 Kolleginnen und Kollegen, die jetzt mit der Ausbildung starten, alles Gute und viel Durchhaltevermögen. Besonders freut mich, dass wir heuer so viele Frauen dabeihaben, denn Frauen sind in der innerbetrieblichen Interessenvertretung immer noch unterrepräsentiert und wir arbeiten daran, dass sich das bessert.”

Viel voneinander lernen

ÖGB-Landesgeschäftsführer Marvin Kropp hob ebenso die Vielfalt der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hervor: „Bereits in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass eine gute Mischung auch einen besonders konstruktiven Austausch mit sich bringt. Denn auch, wenn die Branchen unterschiedlich sind, haben Kolleginnen und Kollegen oftmals mit sehr ähnlichen Problemstellungen zu tun und da kann man viel voneinander lernen“, so Kropp.

Direkt in der Region

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der regionalen Verankerung der Ausbildung. „Besonders wichtig ist für uns, dass wir die Ausbildung auch direkt in der Region anbieten können. Denn Salzburgs Wirtschaft wird von Klein- und Mittelbetrieben geprägt. Demnach gibt es auch nur wenige freigestellte Betriebsrätinnen und Betriebsräte. Die Kolleginnen und Kollegen müssen also die Ausbildung neben Job und ehrenamtlicher Tätigkeit als Betriebsrat vereinbaren können und haben meist noch mehrere Ehrenämter, für die sie Zeit brauchen”, berichtet Eder.

Außerdem betonte der ÖGB-Landesvorsitzende und AK-Präsident die Bedeutung, die Gewerkschaftsschule in mehreren Regionen anzubieten: „Umso wichtiger ist es, die Ausbildung in der Region zu ermöglichen, um unnötige Pendelstrecken zu vermeiden und auch die Vernetzung in der Region zu fördern. Im Pinzgau gibt es so viele interessierte Kolleginnen und Kollegen, dass wir gut alle zwei Jahre einen neuen Lehrgang anbieten können. Der Pongau hat aktuell einen Lehrgang mit vielen engagierten Betriebsrätinnen und Betriebsräten und ich bin zuversichtlich, dass wir auch im Tennengau bald wieder einen neuen Lehrgang starten“, so Peter Eder abschließend.

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