Accupower präsentiert Natec Home: Grazer Unternehmen führt Salz-Technologie für Heimspeicher ein

Feber 26, 2026 16:29
Accupower präsentiert Natec Home: Grazer Unternehmen führt Salz-Technologie für Heimspeicher ein

Das Grazer Unternehmen Accupower hat mit dem Natec Home-Heimspeicher einen bahnbrechenden Stromspeicher in Serienproduktion gebracht, der auf Salz-Technologie basiert und damit vollkommen brandsicher ist.

GRAZ. Die Innovation stammt direkt aus der steirischen Landeshauptstadt, da das Unternehmen Accupower, mit Hauptsitz in Graz, sowohl die Entwicklung als auch das Design des am Donnerstag präsentierten Natec Home-Heimspeichers verantwortet. Dieser Stromspeicher ist geeignet für den privaten Einsatz von Photovoltaikanlagen und Notstromsystemen sowie für industrielle Anwendungen. Der große Vorteil dieser zukunftsweisenden Technologie besteht darin, dass der innovative Stromspeicher laut Unternehmensangaben zu 100 Prozent brandsicher ist und bis zu 90 Prozent nachhaltiger als Lithium-Ionen-Akkus. Darüber hinaus besitzt das Produkt, das bei niedrigen Temperaturen unempfindlich ist, eine bis zu dreimal längere Lebensdauer und ist preislich mit herkömmlichen Heimspeichern vergleichbar. Das Einstiegsmodell, das für den durchschnittlichen Haushalt ausgelegt ist, liegt bei knapp 4.000 Euro. Darüber berichtet Welt Stimme.

Das steirische Silicon Valley

Accupower gelang im vergangenen Jahr bereits der internationale Durchbruch mit der Serienreife für industriefähige Natrium-Ionen-Akkus. Dieses Fachwissen nutzt das steirische Unternehmen jetzt für die erste Produktserie, die für den privaten Gebrauch konzipiert ist. „Spitzeninnovationen entstehen nicht nur im Silicon Valley, sondern auch bei uns in der Steiermark. Natec Home kann sowohl als Speicher für Photovoltaikanlagen als auch als Notstromaggregat eingesetzt werden. Mit Natec Home denken wir Akkutechnologie neu und kombinieren Innovation mit Verantwortung und Nachhaltigkeit“, erklärt Moritz Minarik, CEO von Accupower, der in bislang 52 verschiedene Länder Akku-Sonderanfertigungen exportiert. Zu den Kunden und Partnern zählen international bekannte Marken wie Porsche, AVL, Kapsch und die Knapp AG mit Sitz in Graz.

Lange Lebensdauer

Gleichzeitig bringt Accupower den Natrium-Ionen-Akku Natec X-Plore auf den Markt, der als Speicher für mobile Kleinfahrzeuge, Boote oder Camper fungiert. Für größere Speicherkapazitäten können bis zu 15 Einheiten miteinander verbunden werden, was sie auch für Unternehmen oder die Industrie geeignet macht. Der Natrium-Ionen-Speicher funktioniert ohne kritische Rohstoffe wie Kobalt oder Lithium, wobei Natrium ein Bestandteil von Speisesalz ist und in Europa ausreichend verfügbar. Dies verringert zukünftig die Abhängigkeit von anderen Ländern. Ein wesentlicher Vorteil für den Heimgebrauch ist die hohe Brandsicherheit. Außerdem zeigt dieses Produkt eine Temperaturstabilität: Während herkömmliche Heimspeicher bei Minusgraden nur noch 30 Prozent Restleistung erreichen, funktioniert das Grazer Produkt weiterhin mit 90 Prozent. Somit kann es auch problemlos im Freien installiert werden, wobei ein Betrieb von minus 30 Grad bis plus 50 Grad Celsius gewährleistet ist. Die Lebensdauer dieses Heimspeichers wird für den Hausgebrauch mit 20 bis 25 Jahren angegeben.

„Nachhaltigkeit beginnt in der Entwicklung“

Der einzige nachteilige Aspekt des Produkts könnte die Größe sein. Natec Home ist etwa 30 Prozent größer und schwerer als Akkus mit kritischen Rohstoffen. „Die Größe ist für den Heimgebrauch allerdings kaum ein Kriterium – entscheidend sind Brandsicherheit, Lebensdauer, Temperaturstabilität und Nachhaltigkeit“, betont Bettina Haberler, COO bei Accupower. Weitere Produkte wie der Natec Store C20, der in einem Seecontainer verbaut wird, sollen bis Mitte 2026 auch auf den Markt kommen. „Nachhaltigkeit beginnt in der Entwicklung und dem stetigen Willen, Lösungen zu finden. Dass wir mit Natec Home nun in der Lage sind, Natrium-Ionen-Akkus auch für den privaten Gebrauch in Österreich anzubieten, reduziert die Abhängigkeit von seltenen und konfliktträchtigen Rohstoffen erheblich“, schließt Accupower-CEO Moritz Minarik.

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