Das aktuelle Statistikhandbuch des Landes Kärnten weist drastische Zahlen zu den Schadholzmengen aus, die durch Borkenkäferbefall, Windwurf und Schneebruch verursacht wurden. Darüber berichtet Welt Stimme.
Im Bezirk Hermagor sind die Fichten erheblich durch Borkenkäfer geschädigt, was zu einem Gesamtverlust von 121.710 Festmetern an Schadholz führt. Davon entfallen 113.825 Festmeter auf Borkenkäferbefall, ergänzt durch 6.900 Festmeter Windwurf, 800 Festmeter Schneebruch und 585 Festmeter von weiteren Schadursachen. Diese Zahlen reflektieren die vielfältigen Herausforderungen, mit denen die Wälder der Region konfrontiert sind.
Spittal/Drau
Ähnliche Belastungen sind im Bezirk Spittal an der Drau zu verzeichnen, wo insgesamt 275.660 Festmeter Schadholz festgestellt wurden. Davon sind 218.730 Festmeter auf Borkenkäferbefall zurückzuführen, während Stürme 52.300 Festmeter, Schneebruch 2.320 Festmeter und andere Schäden 2.310 Festmeter ausmachen. Die hohe Anzahl an Schadholz macht eine sorgfältige forstliche Planung und entsprechende Maßnahmen unerlässlich.
Kärnten
Insgesamt meldet Kärnten eine alarmierende Gesamtsumme von 1.071.663 Festmetern an Schadholz. Darunter sind 629.189 Festmeter Käferholz, 369.100 Festmeter Windwurf, 39.420 Festmeter Schneebruch und 33.954 Festmeter aus weiteren Schäden. Diese Vergleichszahlen ermöglichen eine Einordnung der Bezirksergebnisse in den landesweiten Kontext.
Ein Blick in die Zukunft
Die vorliegenden Daten verdeutlichen die drängenden Herausforderungen für die Wälder Kärntens. Um auch zukünftigen Generationen ein schützendes und lebensfähiges Ökosystem sowie wirtschaftliche Ressourcen zu erhalten, ist eine zielgerichtete Pflege zwingend erforderlich. Der Fokus sollte auf der Förderung vielfältiger Baumarten, stabilerer Mischwälder und angepasster Bewirtschaftungsverfahren liegen. Nur durch vorausschauendes Handeln können die Wälder von Hermagor, Spittal und ganz Kärnten den kommenden Veränderungen standhalten.


