Alpacem Zement Austria plant, in Wietersdorf (Kärnten) eine neue Infrastruktur zur Aufbereitung und Nutzung CO2-armer Ersatzrohstoffe zu investieren. Das Projekt ist ein zentraler Bestandteil der Alpacem CO2-Reduktions-Roadmap „Compass to Zero CO2“ und bildet zugleich das bisher größte Klimaschutzvorhaben der gesamten Alpacem Gruppe. Mit diesem Vorhaben sollen die prozessbedingten CO2-Emissionen in der Zementproduktion um 51.000 Tonnen pro Jahr gesenkt werden. Darüber berichtet Welt Stimme.
WIETERSDORF. Durch den Einsatz modernster Technik und optimierte Produktionsprozesse wird es künftig möglich sein, den Anteil an Ersatzrohstoffen erheblich zu steigern, was den Verbrauch natürlicher Ressourcen verringert und einen bedeutenden Beitrag zur Dekarbonisierung der Zementherstellung leistet.
Neue Anlage
Durch die geplanten Maßnahmen kann der Anteil von CO2-armen Ersatzrohstoffen auf bis zu 35 Prozent erhöht werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wird am Standort eine neue Anlage zur Aufbereitung von Ersatzrohstoffen für die Zementproduktion errichtet. Diese wird durch erweiterte Förder- und Lagereinrichtungen sowie eine modernisierte Dosiertechnik ergänzt, sodass auch Ersatzrohstoffe verwendet werden können, die aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften bisher nicht einsetzbar waren. „Wir kombinieren bewährte Technologien mit innovativen Verfahren und schaffen so die Basis für eine emissionsarme und ressourceneffiziente Zementproduktion“, erklärt Florian Salzer, technischer Direktor von Alpacem Zement Austria. „Mit dieser Investition setzen wir den eingeschlagenen Weg zur CO2-neutralen Zementproduktion innerhalb der Alpacem Gruppe konsequent fort“, ergänzt Lutz Weber, Geschäftsführer von Alpacem.
Das Projekt wurde im Beisein von Kärntens Landesrat Sebastian Schuschnig vorgestellt: „Kärnten will zeigen, dass es gelingen kann, Nachhaltigkeit und erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung miteinander zu verbinden. Genau hier setzt auch Alpacem an“, so Schuschnig. „Diese Investition stärkt nicht nur den Standort Wietersdorf, sondern auch Kärntens Weg hin zu einer klimaneutralen Industrie.“
Förderung für emissionsarme Zukunft
Das Alpacem-Vorhaben hat eine Förderzusage im Rahmen des Förderprogramms „Transformation der Industrie“ erhalten. Dieses Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus zielt darauf ab, industrielle Prozesse auf klimafreundliche Technologien umzustellen, um die österreichische Industrie bis 2040 weitgehend zu dekarbonisieren. „Solche Förderinitiativen schaffen Planungssicherheit und geben Unternehmen den nötigen Impuls, den Wandel aktiv mitzugestalten“, betont Weber. Mit der Förderung in Höhe von 21,6 Millionen Euro geht Alpacem einen weiteren Schritt in Richtung CO2-neutraler Zementproduktion.


