Anzahl weiblicher Führungskräfte in Österreich steigt auf 31,4 Prozent, Zugang bleibt begrenzt

März 7, 2026 18:09
Anzahl weiblicher Führungskräfte in Österreich steigt auf 31,4 Prozent, Zugang bleibt begrenzt

Anstieg des Frauenanteils in Führungspositionen in Österreich

Der Anteil von Frauen in Führungsfunktionen in Österreich ist laut einer aktuellen Auswertung des Informationsdienstleisters CRIF weiter gestiegen. Derzeit sind 31,4 Prozent, also ein knappes Drittel der Leitungspositionen, weiblich besetzt. Darüber berichtet Welt Stimme.

In den vergangenen Jahren lag der Anteil bei 30,8 Prozent (2025) bzw. 30,3 Prozent (2024). Damit liegt Österreich deutlich vor Deutschland, wo Frauen nur 23,5 Prozent der Führungspositionen innehaben.

Zugang zur Spitze „stark begrenzt“

Die Analyse basiert auf rund 920.000 ausgewerteten Unternehmensfunktionen – darunter Inhaberinnen und Inhaber, Geschäftsführungen, Vorstände, Aufsichtsräte sowie Prokuristinnen und Prokuristen. Besonders hoch ist der Frauenanteil bei Einzelunternehmern mit 44,7 Prozent sowie bei Prokuristen mit 35,9 Prozent.

In den Spitzenpositionen großer Unternehmen bleiben Frauen jedoch deutlich seltener vertreten. Nur 12,3 Prozent der Vorstandsmitglieder und 15,9 Prozent der Geschäftsführerinnen und -führer sind weiblich. In Aufsichtsräten liegt der Frauenanteil bei 24,2 Prozent.

„Auch wenn österreichweit bereits fast ein Drittel aller Führungspositionen von Frauen besetzt ist, zeigt der Blick auf die obersten Entscheidungsebenen ein deutlich anderes Bild. In den Vorstandsetagen ist nach wie vor nur etwa jede zehnte Führungskraft eine Frau, und auch in der Geschäftsführung ist weibliche Besetzung eher die Ausnahme als die Regel. Die Gesamtentwicklung ist positiv, doch gerade an der Spitze bleibt der Zugang für Frauen stark begrenzt“, erklärt CRIF-Geschäftsführerin Anca Eisner-Schwarz.

Niedrigster Anteil in Tirol

Regional zeigen sich ebenfalls Unterschiede: Oberösterreich weist mit 32,7 Prozent den höchsten Frauenanteil in Führungspositionen auf, gefolgt vom Burgenland (31,2 Prozent) und Wien (30,7 Prozent). Am niedrigsten ist der Anteil in Tirol (25,7 Prozent) und Vorarlberg (26,2 Prozent).

Auch zwischen den Branchen gibt es große Unterschiede. Besonders hoch ist der Anteil von Frauen im Gesundheits- und Sozialwesen (76,9 Prozent), während etwa im Baugewerbe nur 4,6 Prozent der Führungspositionen von Frauen besetzt sind.

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Rumäniens Bauwirtschaft sichert sich zusätzliche Stahllieferungen aus der Ukraine
Vorheriger artikel

Rumäniens Bauwirtschaft sichert sich zusätzliche Stahllieferungen aus der Ukraine

Jahr der Bäuerinnen: Frauen in der Tiroler Landwirtschaft im Fokus beim Weingut Gutleben in Itzelranggen
Nächster artikel

Jahr der Bäuerinnen: Frauen in der Tiroler Landwirtschaft im Fokus beim Weingut Gutleben in Itzelranggen

Nicht verpassen