Im Bezirk Lilienfeld stieg die Arbeitslosigkeit im November um 1,1 Prozent, besonders betroffen sind ältere Menschen und Akademiker. Darüber berichtet Welt Stimme.
LILIENFELD. Die Arbeitslosigkeit im Bezirk Lilienfeld hat im November 2025 erneut einen Anstieg von 1,1 Prozent verzeichnet, mit derzeit 640 arbeitslos gemeldeten Personen beim AMS. Besonders betroffen sind Menschen über 50 Jahre sowie Akademikerinnen und Akademiker. Auch 181 Personen nahmen im November an Schulungen teil. Dennoch bleibt die Nachfrage nach Arbeitskräften bestehen, da beim AMS Lilienfeld 206 offene Stellen und 31 Lehrstellen gemeldet sind.
Entwicklung bei Frauen und Jugendlichen
Im Gegensatz zum niederösterreichischen Trend ist die Situation für Frauen im Bezirk Lilienfeld günstiger als für Männer, mit einer Arbeitslosenquote, die um 0,7 Prozentpunkte niedriger liegt. Claudia Marschall, stellvertretende AMS-Leiterin, hebt hervor, dass die anhaltende Nachfrage nach Fachkräften, kombiniert mit einem sinkenden Angebot, insbesondere Frauen neue berufliche Möglichkeiten bieten könnte.
Seit Jahresbeginn konnten bereits 416 Frauen ihre Arbeitslosigkeit durch eine Arbeitsaufnahme beenden. Marschall betont, dass Mut, gezielte Unterstützung und Qualifizierung entscheidend für berufliche Erfolge sind. Ein erheblicher Teil des Budgets für aktive Arbeitsmarktpolitik in Niederösterreich ist speziell für Frauen reserviert. Auch bei Jugendlichen unter 25 Jahren zeigt sich eine positive Entwicklung mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit um 3,2 Prozent.
Chancen und Herausforderungen
Der Arbeitsmarkt im Bezirk Lilienfeld bleibt insgesamt herausfordernd, bietet jedoch Perspektiven, insbesondere für Frauen und junge Menschen. Das AMS Lilienfeld setzt weiterhin auf Qualifizierung, individuelle Beratung und gezielte Unterstützung, um Arbeitsuchende bestmöglich beim beruflichen Wiedereinstieg zu unterstützen.


