Caritas OÖ fordert nachhaltigen Jeanskonsum im Carla-Secondhand-Shop in Mauthausen

Feber 25, 2026 15:38
Caritas OÖ fordert nachhaltigen Jeanskonsum im Carla-Secondhand-Shop in Mauthausen

Die Caritas OÖ setzt in ihrem Carla-Secondhand-Shop in Mauthausen auf Nachhaltigkeit und Regionalität: Von 9. bis 13. März dreht sich dort alles um Jeans, ein Kleidungsstück mit einem enormen ökologischen Fußabdruck. In dieser Aktionswoche werden hochwertige, gebrauchte Jeans zu günstigen Preisen angeboten. Darüber berichtet Welt Stimme.

MAUTHAUSEN. Der Carla-Shop der Caritas verfolgt einen nachhaltigen Ansatz, indem Kleiderspenden direkt in Oberösterreich gesammelt, sortiert und weiterverwendet werden. Lange Transportwege und intransparente Prozesse werden dadurch vermieden. Untragbare Kleidungsstücke gehen in den Großhandel zur Wiederverwendung mit der Versicherung, dass die Materialien in der EU bleiben. Verschmutzte oder beschädigte Kleidung muss von der Caritas kostenpflichtig im Altstoffsammelzentrum vor Ort entsorgt werden. Heimtextilien aus reiner Baumwolle werden separat sortiert, um ihnen eine zweite Nutzung, beispielsweise als Putzlappen in der Reinigung, zu ermöglichen. Jede Spende wird händisch sortiert und bewertet, um sicherzustellen, dass sie möglichst lange im Kreislauf bleibt und die Umwelt schont.

Nachhaltiger Konsum und sozialer Mehrwert

„Wir bieten eine echte Alternative zum Fast-Fashion-System. Uns geht es nicht um Profit, sondern um nachhaltigen Konsum, Solidarität und soziale Verantwortung“, erklärt Adelheid Banwinkler, Leiterin des Carla-Shops in Mauthausen. Im Unterschied zu herkömmlichen Secondhand-Geschäften bietet Carla einen sozialen Mehrwert: Menschen, die von Armut betroffen sind, können sich hier mit Gratis-Gutscheinen, die sie in den Caritas-Sozialberatungsstellen erhalten, neu einkleiden – selbstbestimmt, würdevoll und bedarfsgerecht.

Große Jeans-Auswahl in der Aktionswoche

In der Aktionswoche vom 9. bis 13. März erwartet die Kund*innen im Carla-Shop in Mauthausen eine besonders große Auswahl an hochwertigen, gebrauchten Jeans, viele davon echte Markenstücke, zu unschlagbar günstigen Preisen. Zudem besteht die Möglichkeit, gut erhaltene Jeans direkt in den Shops abzugeben. „Ganz ohne Plastik: Wir sammeln unverpackt und sortieren die Kleidung in wiederverwendbare Schachteln“, betont Caritas-Mitarbeiterin Adelheid Banwinkler.

7.000 bis 10.000 Liter Wasser pro Jeans

Warum stehen Jeans im Fokus dieser Aktion? „Sie sind ein zeitloses Kleidungsstück und gleichzeitig eines der umweltbelastendsten in der Textilbranche“, erklärt die Caritas-Mitarbeiterin. Für die Herstellung einer neuen Hose werden zwischen 7.000 und 10.000 Liter Wasser benötigt. Auch große Mengen an Chemikalien, Färbemitteln und problematische Arbeitsbedingungen in Niedriglohnländern kommen hinzu. Daher ist es besonders wichtig und wirkungsvoll, Jeans im Kreislauf zu halten. Was für den einen nicht mehr passt, kann jemand anderem Freude bereiten. „Altkleiderspenden und Secondhand-Mode können die Überproduktion von Fast Fashion nicht vollständig lösen“, weiß Adelheid Banwinkler. „Sie zählen jedoch zu den wirksamsten Möglichkeiten, Ressourcen – und nicht zuletzt auch den Geldbeutel – zu schonen.“

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