Österreich sieht sich seit Jänner mit einem kontinuierlichen Engpass bei Eiern konfrontiert, der sich zunehmend verschärft. Nach mehreren Wochen des Mangels kämpfen nun auch die Supermärkte gegen leere Regale. Aus Nachbarländern werden mittlerweile Eier importiert. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die Situation ist alarmierend: Die Vogelgrippe breitet sich in Europa aus und trifft insbesondere die Legehühner. Dieses gesundheitliche Problem hat unmittelbare Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Eiern in den Regalen der österreichischen Supermärkte.
Bereits kurz nach dem Jahreswechsel waren die Eierregale in den Märkten bei Billa und Spar stark reduziert. Kunden fanden oftmals nur Entschuldigungen in Form von Schildern, die auf „Herausforderungen in der landwirtschaftlichen Produktion“ hinweisen. Spar beruhigte damals, dass die enorme Nachfrage über die Feiertage „vereinzelte Lücken“ verursacht habe und man über ausreichende Lieferketten verfüge.
Bei Rewe, der Muttergesellschaft von Billa und Billa Plus, versprach man ebenfalls, die Nachfrage gut zu decken. Doch trotz dieser Zusagen sind auch zwei Monate später die Regale nicht ausreichend gefüllt.
Hofer kämpft ebenfalls mit dem Eier-Mangel
Das Problem hat sich inzwischen auf die Supermarktkette Hofer ausgeweitet. Ein kürzlich durchgeführter Lokalaugenschein in Wien zeigte leere Aufsteller und Regalflächen. Hofer äußerte sich allerdings nicht zur Vogelgrippe als Ursache, sondern erklärte, dass die Nachfrage nach Eiern bis Ostern deutlich ansteige.
Für Frischeier setze man voll auf österreichische Produktion, für gefärbte Ostereier jedoch beziehe man vorübergehend aus anderen EU-Ländern. Die Gründe für das Fehlen von frischen österreichischen Eiern blieben in der Stellungnahme unklar.
Spar importiert Eier aus Bayern
Die Supermarktkette Spar hat die Situation detaillierter erläutert und erklärt, dass die Vogelgrippe in den Nachbarländern zu einem massiven Rückgang der Eiproduktion geführt hat. Ausländische Legehühner mussten gekeult werden, was zu einem Engpass in Österreich beitrug. Spar gibt zudem an, dass heimische Großabnehmer, insbesondere Gastronomiebetriebe, mittlerweile ebenfalls auf den Lebensmitteleinzelhandel zurückgreifen mussten, weil die Preise für ausländische Eier gestiegen sind.
Um der Situation Herr zu werden, hat Spar begonnen, Eier aus Bayern anzubieten, um die Beschaffungslage zu verbessern. Zudem versichert man, dass für Ostern ausreichend Eier verfügbar sein werden. Informationen über die Verfügbarkeit von Eiern bei Billa waren bis Dienstagnachmittag jedoch noch ausstehend.


