Eigenheim im Weinviertel bleibt für viele unerreichbar
In der Region Weinviertel ist der Wunsch nach einem Eigenheim für viele Menschen unerfüllbar. Laut einer Umfrage von MeinBezirk glauben zwei Drittel der Befragten, dass sie sich den Traum vom eigenen Zuhause aufgrund finanzieller Hürden nicht leisten können.
Von den über 4.300 Teilnehmern der Umfrage gaben 76 Prozent an, in den nächsten fünf Jahren kein Eigenheim kaufen, bauen oder sanieren zu können. Der Preis für Bauland variiert stark, von etwa 26 Euro pro Quadratmeter im Waldviertel bis über 600 Euro im Wiener Speckgürtel. Dennoch wünschen sich 81 Prozent der Weinviertler mehr leistbaren Wohnraum.
Finanzielle Hürden für Immobilienkäufer
54 Prozent der Weinviertler bewerten die Leistbarkeit des Wohnens negativ. Die Hauptprobleme sehen sie in den hohen Bau- (25 Prozent) und Immobilienkosten (35 Prozent), während 16 Prozent Schwierigkeiten haben, das notwendige Eigenkapital aufzubringen. 46 Prozent der Befragten fordern günstigere Finanzierungsmöglichkeiten sowie einen Abbau von Steuern und Gebühren.
Finanzierungsstrategien und Herausforderungen
Marktentwicklung im Bezirk Mistelbach
Franz Hugl, Immobilienmakler, beschreibt die Preise im Bezirk Mistelbach als fair. Die Hochpreisphase während der Corona-Pandemie sei vorbei, jedoch gehe es beim Kauf eher um die Finanzierung und Eigenkapital. Ein Neubau sei für viele aufgrund der hohen Materialkosten kaum finanzierbar, was das Interesse an älteren Immobilien veranschaulicht.
Einordnung
Die aktuellen finanziellen Rahmenbedingungen und Immobilienpreise behindern den Zugang zu Wohnraum im Weinviertel. Dies ist relevant, da die Nachfrage nach Immobilien hoch bleibt und viele potenzielle Käufer auf der Strecke bleiben, was die Entwicklung des Wohnungsmarktes belasten könnte.


