Holding Graz startet Aufklärungskampagne zur richtigen Entsorgung von Batterien
GRAZ. Die Holding Graz hat am 15. März 2025 eine neue Informationskampagne unter dem Motto „Gar nicht retro“ ins Leben gerufen, um die Bevölkerung über die richtige Entsorgung von Batterien und Akkus aufzuklären. Besonders Lithiumbatterien dürfen nicht im Restmüll entsorgt werden, um Brände in der Abfallwirtschaft zu vermeiden und die Kreislaufwirtschaft zu stärken. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die Kampagne wird von Mitte März bis Mitte April 2025 in ganz Graz durchgeführt. Sie reagiert auf die wachsende Gefahr, dass beschädigte oder kurzschlüssige Lithiumakkus Brände in Müllfahrzeugen, Containern oder Abfallanlagen auslösen können.
Batterien als häufige Brandursache
Eine Studie der Montanuniversität Leoben aus dem Jahr 2021 hat bestätigt, dass Batterien zu den häufigsten Brandursachen in der Abfallwirtschaft zählen, insbesondere in gemischten Abfallfraktionen. Laut der Holding Graz kommt es in der Abfallbehandlungsanlage in der Sturzgasse mehrmals pro Woche zu Feueralarmen, die oft durch falsch entsorgte Batterien oder Akkus ausgelöst werden. Laut einer Untersuchung des Verbandes Österreichischer Entsorgungsbetriebe wurden 2019 bereits etwa 1,4 Millionen Lithiumbatterien fälschlicherweise im Restmüll entsorgt. Zudem landet jeder zweite Akku immer noch nicht an der richtigen Sammelstelle.
Kampagne schafft Bewusstsein
Die Holding Graz wird durch vielseitige Informationskanäle, waaronder Print- und Online-Medien, Hörfunk, soziale Medien und direkt an Sammelstellen informieren. Auch die Graz Abfall App wird verstärkt beworben, um richtiges Mülltrennen und Sammelstellen anzuzeigen. Die Kampagne setzt auf vier Sujets im Retro-Stil und betont mit dem Slogan „Gar nicht retro: Richtig entsorgen und Brände vermeiden“, dass eine korrekte Abfalltrennung zeitlos wichtig ist.
Einfach und kostenlos
Die richtige Entsorgung von Batterien und Akkus in Graz ist unkompliziert. Sie können unter anderem im Ressourcenpark, bei Problemstoffsammelstellen sowie in Verkaufsstellen für Batterien abgegeben werden. Diese getrennte Sammlung hilft nicht nur, Brände zu verhindern, sondern ermöglicht auch die Wiederverwertung wertvoller Rohstoffe wie Nickel, Kobalt, Lithium und Kupfer. Dies ist ein wesentlicher Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und zum Umweltschutz.
Manfred Eber, Beteiligungsstadtrat der Stadt Graz, beschreibt falsch entsorgte Batterien als ein erhebliches Sicherheitsrisiko für Mitarbeiter in der Abfallwirtschaft und für die Bevölkerung. Die Holding-CEO Gert Heigl und Vorstand Alice Loidl betonen: „Die Kampagne soll das Bewusstsein dafür stärken, dass korrekte Abfalltrennung ein wichtiger Bestandteil einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft ist.“


