Die erste Jurysitzung des Filmfonds Wien für 2026 ist abgeschlossen und brachte zahlreiche Förderzusagen für verschiedene Filmprojekte. Darüber berichtet Welt Stimme.
WIEN. Die Jury des Filmfonds Wien, bestehend aus Christine Dollhofer, Elisabeth Gabriel, Peter Jäger und Manfred Schmidt, hat kürzlich ihre erste Sitzung des Jahres abgehalten. Sie erteilte für acht Kinofilmproduktionen und Projektentwicklungen Förderzusagen. Insgesamt stehen Mittel in Höhe von über 3,56 Millionen Euro zur Verfügung. Für die Sitzung wurden 59 Projekte mit einer beantragten Summe von 15,2 Millionen Euro eingereicht.
Drama bis Doku
Auch der erste Antragstermin für TV-Projekte wurde durchgeführt. Hierbei wurden 37 Fernsehprojekte mit einer Antragssumme von 2,1 Millionen Euro eingereicht, wobei 16 Projekte Förderzusagen in Höhe von 994.000 Euro erhielten. Insgesamt wurden acht Kinofilmproduktionen mit einer Gesamtförderung von 3,24 Millionen Euro unterstützt.
Zu den geförderten Filmen zählen „Empire of Sentiment“ von Regisseur Sebastian Meise, „Blinde Kuh“ von Johanna Moder, „Hansi“, verfilmt von Sebastian Brauneis, sowie „Hier ist die Nacht dunkel“ vom Regieduo Tizza Covi und Rainer Frimmel.
Drehbuchautorin und Regisseurin Pia Hierzegger erhält mit ihrem Projekt „Nicht wie ihr dabei“ Unterstützung, ebenso das italienische Projekt „I“talien non mio esolo“ unter der Regie von Daniel Prochaska. Darüber hinaus wird das Dokumentarprojekt „Unser Haus“ gefördert, ebenso wie der Dokumentarfilm „Außerhalb des Quadrats“ von Pavel Cuzuioc.
321.500 Euro für acht Projektentwicklungen
Acht Konzepte erhielten eine Förderung in Höhe von 321.500 Euro. Zu den unterstützten Projektentwicklungen gehört die Komödienserie „Der Tod ist ein Wiener“ von Carlos Irmscher und Sebastian Kempf, sowie die Agentenserie „Red Mole – Chasing the third man“ von Thomas Christian Eichtinger.
Darüber hinaus freuen sich die Regisseurinnen Sudabeh Mortezai und Ruth Mader über Förderzusagen für ihre neuen Filme „Stella“ und „Vater und Sohn“. Filmemacherin Clara Stern wird für ihr Projekt „Abrissbirne“ unterstützt, während Klara Rabl mit ihrem Kinofilmdebüt „Kill your darlings“ ebenfalls eine Zusage erhält.
Zusätzlich werden zwei Dokumentarfilme in der Planungsphase unterstützt: die Ballett-Dokumentation „Unlock the dance“ von Gabriele Kranzelbinder und Mirjam Unger sowie die biografische Dokumentation „Alma Rosé“ von Barbara Weissenbeck und Co-Autorin Susanne Wolf.
Wahrheit oder Fiktion
Für 14 Projekte aus dem Dokumentar- und Fiktionsbereich stehen insgesamt 994.000 Euro an Fördergeldern zur Verfügung. Darunter ist die zweite Staffel der fiktionalen TV-Serie „Pflegeleicht“, die von Regisseur Michael Podogil produziert wird und für die erste Staffel eine Ausstrahlung im Jahr 2026 geplant ist.
Die bekannten Schauspieler Manuel Rubey und Simon Schwarz werden in der übernatürlichen Komödie „Halbweg“ zu sehen sein, die ebenfalls gefördert wird. Unterstützung erhält auch das Langfilm-Regiedebüt von Editorin Olivia Retzer.
Im Fokus dreier neuer Dokumentationen stehen historische Frauenbiografien: „Unsichtbare Heldinnen“, die zweiteilige Doku „Powerfrau der Renaissance“ sowie die Dokumentation „Madame D´Ora – Ikone der Fotografie“, welche auch finanzielle Unterstützung erhält.


