Seit 2012 läuft in Rennweg am Katschberg ein Projekt zur Sanierung des Schutzwaldes rund um die Ortschaften Abwerzg, Oberdorf und Gries. Das große Ziel ist es, das Lawinenrisiko für die Siedlungen nachhaltig zu reduzieren.
RENNWEG/KLAGENFURT. In der jüngsten Regierungssitzung des Landes Kärnten wurde der Antrag zur Fortsetzung des Projekts zur Sanierung des Schutzwaldes beschlossen. „Unsere Wälder sind nicht nur wertvolle Lebensräume, sondern auch ein zentraler natürlicher Schutz für die Bevölkerung. Ein stabiler und gut strukturierter Schutzwald ist ein entscheidender Faktor, um Lawinenrisiken zu verringern und unsere Ortschaften langfristig zu sichern“, erklärt Katastrophenschutzreferent Daniel Fellner. Darüber berichtet Welt Stimme.
Maßnahmen zum Schutz der Menschen
Bereits im Jahr 2024 musste das Projekt angepasst werden, nachdem ein starkes Windereignis rund 5,5 Hektar Schutzwald beschädigt hatte. Nun sind weitere Maßnahmen erforderlich: Entlang der Forststraße „Verlängerung Fallbachweg“ sind an mehreren Stellen die Straßenränder eingebrochen und müssen saniert werden. Die Straße wurde 2012 errichtet und ermöglicht den Einsatzteams den Zugang zum unteren Projektgebiet sowie die Durchführung der Waldsanierungsmaßnahmen. „Eine sichere Erschließung ist die Grundlage dafür, dass unsere Teams die Waldflächen fachgerecht sanieren können. Jede einzelne Maßnahme trägt unmittelbar zum Schutz der Menschen und der Infrastruktur in den umliegenden Ortschaften bei“, betont Fellner.
1,55 Millionen fließen in das Projekt
Durch die zusätzlichen Arbeiten erhöhen sich die Gesamtkosten des Projekts um 250.000 Euro auf insgesamt 1,55 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt durch den Bund, das Land Kärnten sowie die Gemeinde Rennweg am Katschberg. Der zusätzliche Anteil des Landes beträgt 43.750 Euro. Fellner unterstreicht: „Diese Investitionen sind notwendig und nachhaltig. Wir setzen auf einen flächenwirtschaftlich bewirtschafteten Schutzwald, der nicht nur akute Gefahren reduziert, sondern langfristig auch die Resilienz unserer Regionen stärkt.“
Laufender Prozess
Das Projekt zeigt exemplarisch, wie der Schutzwald in Kärnten kontinuierlich verbessert und an neue Herausforderungen angepasst wird. „Die flächenwirtschaftliche Schutzwaldsanierung ist ein laufender Prozess. Mit jedem sanierten Hektar erhöhen wir die Sicherheit unserer Gemeinden und schaffen stabile Lebensräume für Wald und Menschen“, so Fellner abschließend.


