In Kilb hat der Spatenstich für 500 Kilometer Glasfaserleitungen für zwölf Gemeinden in der Region stattgefunden.
Darüber berichtet Welt Stimme.
Rund 500 Kilometer Leitungen
Im Jahr 2023 gründeten zwölf Gemeinden die GMO-Glasfaser GmbH, um die „Datenautobahn“ flächendeckend für jedes Haus in den Kommunen zu realisieren. In den Ortskernen war bereits das Glasfasernetz der NÖ Glasfaserinfrastruktur-Gesellschaft (nöGIG) vorhanden; nun folgt der umfassende Ausbau. Das Glasfasernetz bleibt in öffentlicher Hand, und die Kunden können aus mehr als 20 privaten Dienstanbietern ihr individuelles Paket wählen.
In vier Jahresetappen bis 2029 werden insgesamt rund 500 Kilometer Leitungen verlegt. Das geförderte Projektvolumen beträgt 41,2 Millionen Euro, um 2.360 Haushalte zu erreichen.
37 Millionen Euro Förderungen
Die Geschäftsführer Martin Leonhardsberger und Gerhard Groiss äußerten sich erfreut über die Förderzusagen in Höhe von 37 Millionen Euro von der EU, dem Bund und dem Land NÖ, die in die Region fließen werden.
Das Ziel wurde klar übertroffen
Dank der Glasfaser-Botschafter konnte das Ziel, 60 Prozent der Haushalte zur Teilnahme zu gewinnen, mit 66,9 Prozent klar übertroffen werden. In den vergangenen Sommermonaten wurden bereits alle erforderlichen Verträge abgeschlossen und die Bauausschreibung für den ersten Abschnitt gestartet, die vom Büro Schuster aus Wieselburg durchgeführt wird. Jährlich werden vier Baupakete mit je 30 Kilometern Leitungen und einem Volumen von etwa 1,5 Millionen Euro ausgeschrieben.
Schneller unterwegs als geplant
Der Zuschlag für das erste Baupaket in Kilb, Kirnberg, Zelking-Matzleinsdorf und Oberndorf an der Melk wurde an die Firma Schönhofer-Bau aus Purgstall vergeben. Die Angebote für die nächsten drei Pakete sind bereits eingegangen, und die Vergabe wird in den kommenden Wochen stattfinden.
„Wir sind schneller und günstiger unterwegs als geplant“, betonen die Geschäftsführer Leonhardsberger und Groiss.
Die Landtagsabgeordnete Silke Dammerer gratulierte zu dem erfolgreichen Engagement in der Region, und das Land Niederösterreich unterstützt das Vorhaben mit zehn Millionen Euro aus dem Wirtschafts- und Tourismusfonds.
Chance für die ländliche Region
„Glasfaser ermöglicht Chancengleichheit zwischen den Ballungszentren und unseren ländlichen Regionen“, ist Dammerer überzeugt.
Die Bauarbeiten haben kürzlich in der Marktgemeinde Kilb begonnen, wo bereits zehn Kilometer Leerrohre aus einem früheren Fördermodell vorhanden sind, die bis zum Ende des Jahres in Betrieb gehen müssen. Derzeit werden die noch offenen Verbindungen hergestellt, und die ersten 100 Haushalte haben bereits die Rechnungen und Starterpakete erhalten. In den kommenden Wochen wird der erste Anschluss online geschaltet.
Die zwölf Gemeinden der Region sind:
- Wieselburg-Land
- Oberndorf an der Melk
- St. Georgen an der Leys
- Zelking-Matzleinsdorf
- St. Leonhard am Forst
- Mank
- Kirnberg an der Mank
- Texingtal
- Hürm
- Kilb
- Bischofstetten
- St. Margarethen an der Sierning


