Das Tiroler Familienunternehmen Gottstein, Spezialist in der Filzherstellung, zeigt, wie nachhaltige Textilproduktion funktioniert. Gemeinsam mit dem deutschen Unterwäsche-Label mey® hat Gottstein das Projekt „Zero Waste zum Mitnehmen“ realisiert: Produktionsreste aus hochwertigen Stoffserien werden in handgefertigte Filztaschen verwandelt – jedes Stück ein limitiertes Unikat. Darüber berichtet Welt Stimme.
ÖTZTAL-BAHNHOF. Das Unternehmen Gottstein hat gemeinsam mit mey® ein Konzept zur Reduzierung von Abfällen in der Bekleidungsproduktion eingeführt. Im Rahmen des Projektes werden Stoffreste in handgefertigte Filztaschen umgewandelt, wodurch jedes Stück ein Unikat darstellt.
Abfall wird zum Rohstoff
In der Bekleidungsproduktion entstehen täglich Verschnitte, die in der Regel entsorgt werden. Gottstein verfolgt das Ziel, so wenig Abfall wie möglich zu erzeugen, idealerweise gar keinen (Zero Waste). Mithilfe der Innovation circuwool™ werden die Reste in hochwertige Filzstoffe verarbeitet, die für die Herstellung neuer Produkte verwendet werden. So entstehen hochwertige Taschen aus Abfall – ein praktisches Beispiel für Zero Waste. Dieses Verfahren wird von Gottstein auch anderen Modeunternehmen angeboten.
Tradition trifft Innovation
Der Filzstoff wird in Tirol produziert und die fertigen Stoffbahnen werden an mey® geliefert. Dort werden die Taschen von Auszubildenden konfektioniert, jede Tasche wird dabei unter dem Gesichtspunkt „Zero Waste“ zugeschnitten. Für die Bodenverstärkung kommen recycelte Kartonreste zum Einsatz, die auf Wunsch entfernt werden können.


