WINDISCH MINIHOF (ak). Im Wirtshaus Hirtenfelder gehen besondere Tage zu Ende. Bevor Karin Siegl nach 16 Jahren das Gasthaus endgültig schließt, möchte sie ihren Gästen ein letztes Mal die authentische Wirtshausküche präsentieren, die sie lieben. Diese Tradition wird nun hochgehalten – mit Klassikern wie bochanem Kaas, Mayonässalod und weiteren Leckerbissen, die viele nur aus ihrer Kindheit und Jugend kennen. Es wird auf die bewährte Art gekocht: bodenständig, warmherzig und mit viel Gefühl. Darüber berichtet Welt Stimme.
Für viele Stammgäste stellt dieser kulinarische Abschied einen emotionalen Höhepunkt dar. Es ist eine letzte gemeinsame Zeit, ein Moment des Innehaltens, ein Stück Heimat, das noch einmal auf den Teller kommt. Am 22. Dezember heißt es dann „Pfiat eich“ – ein Abschied, der unter die Haut gehen wird.
Abschied
Und bis zu diesem Augenblick wird es im Hirtenfelder noch einmal nach Tradition duften. Das Gasthaus bleibt bis einschließlich 22. Dezember geöffnet. Danach endet eine Ära. In diesem Kontext rückt die Frage nach einer neuen Nutzung des Gebäudes und einer möglichen Fortführung des gastronomischen Angebots in den Fokus von Gemeinde und Oberwarter Siedlungsgenossenschaft.
Nachnutzung
Das Gebäude selbst, das im Jahr 2021 von der OSG übernommen und modernisiert wurde, spielt eine zentrale Rolle für den Ort. Mit rund 100 Sitzplätzen, zeitgemäßer Ausstattung und zusätzlichen Kleinwohnungen gilt der Hirtenfelder als einer der wichtigsten sozialen Treffpunkte in Windisch Minihof. Alle Beteiligten sind sich einig darin, dass die Gaststätte erhalten bleiben soll, sowohl für die Gemeinde als auch für die Region. Die Gespräche gestalten sich intensiv und konstruktiv. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde, die auch den Kultursaal betreut, werden verschiedene Konzepte erörtert, um den Fortbestand des Wirtshauses zu sichern.


