Der Böhmerwald Golfpark hat Insolvenz angemeldet, und der Sanierungsplan wurde am Landesgericht Linz abgelehnt. Der nächste Verhandlungstermin ist für den 14. April 2026 angesetzt.
ULRICHSBERG. Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) informiert, dass der Sanierungsplan der Böhmerwald Golfpark GmbH & Co KG am 24. Februar 2025 vom Landesgericht Linz abgelehnt wurde. Darüber berichtet Welt Stimme.
40 Prozent war vorgesehen
Die Betreiberin der Golfanlage „Golfpark Böhmerwald“ in Ulrichsberg bot einen Sanierungsplan an, bei dem die Insolvenzgläubiger eine Quote von 40 Prozent erhalten sollten. Davon sollten zehn Prozent innerhalb von 14 Tagen, 15 Prozent innerhalb eines Jahres und 15 Prozent innerhalb von zwei Jahren gezahlt werden.
Wie geht es weiter?
Obwohl bei der Abstimmung vor Gericht eine Kopfmehrheit erzielt wurde, war die notwendige Summenmehrheit nicht erreicht. Die Schuldnerin beantragte daraufhin die Erstreckung der Sanierungsplantagsatzung, die vom Gericht auf den 14. April 2026 um 10 Uhr festgelegt wurde. „Mehrere Gläubiger haben signalisiert, dass sie eine weitere Verbesserung des Angebots erwarten“, so der AKV. Die Böhmerwald Golfpark Gesellschaft m.b.H. & Co KG wird die Zeit bis zum nächsten Termin nutzen, um Gespräche mit den Gläubigern zu führen und Möglichkeiten zur Optimierung des Sanierungsplans zu prüfen.
Die Hintergründe der Pleite
Das betroffene Unternehmen wurde 1990 gegründet und ist auf die Planung, den Bau und den Betrieb von Golfanlagen sowie die Durchführung von Golfveranstaltungen spezialisiert. Zusätzlich betreibt es ein Restaurant und vertreibt Sportartikel, insbesondere für den Golfsport. Auch die Vermietung von Golfsportgeräten und die Verpachtung von Flächen sind Teil des Angebots. Neben dem Golfbetrieb spielt die Gastronomie eine wesentliche Rolle im Geschäftsmodell, wobei auch Pläne zur Erweiterung des Angebots in Kooperation mit einem angrenzenden Hotelprojekt bestehen.
Brand brachte Probleme
Laut AKV ist die Insolvenz hauptsächlich auf den Brand des Clubhauses im Mai 2022 zurückzuführen, dessen Wiederaufbau hohe Kosten verursachte. Steigende Preise, höhere Finanzierungskosten und eine unzureichende Versicherungsdeckung verschärften die Lage, was einen Insolvenzantrag notwendig machte.
Von 13 Dienstnehmern bleibt einer übrig
Zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung waren 13 Dienstnehmer im Unternehmen beschäftigt. Aufgrund von Teilbetriebsschließungen haben die Mitarbeiter jedoch gekündigt. Nur der Teilbetrieb „Administration“ mit einem Dienstnehmer bleibt weiterhin bestehen.
Zur Sache:
Über die Böhmerwald Golfpark Gesellschaft wurde am 25. November 2025 ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet. Insgesamt hat der Golfplatzbetreiber 1,9 Millionen Euro Schulden, während die Aktiva rund 400.000 Euro betragen. Von der Pleite sind 14 Arbeitnehmer und 35 Gläubiger betroffen, darunter mehrere Handwerksbetriebe aus dem Bezirk Rohrbach.


