Kärnten wird durch Kooperation zwischen Alpen-Adria-Universität und Joanneum Research zum Robotik-Zentrum

Feber 3, 2026 16:07
Kärnten wird durch Kooperation zwischen Alpen-Adria-Universität und Joanneum Research zum Robotik-Zentrum

Forschungseinrichtungen Klagenfurt intensivieren Kooperation in Robotik

Die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (AAU) und Joanneum Research (JR) haben ihre Zusammenarbeit im Bereich der Robotik-Forschung ausgebaut. Die Rahmenbedingungen dieser Kooperation wurden am Dienstag während einer Pressekonferenz im Lakeside Park Klagenfurt vorgestellt. Darüber berichtet Welt Stimme.

Im Mittelpunkt der Kooperation stehen gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, die auf die Bereiche Robotik und künstliche Intelligenz abzielen. Durch diese Partnerschaft sollen Synergien zwischen angewandter Forschung und universitärer Lehre geschaffen werden, die sowohl Studierenden als auch Unternehmen zugutekommen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Kärnten stärken.

Heinz Mayer, Geschäftsführer von Joanneum Research, betonte die Wichtigkeit der Universität Klagenfurt als strategischen Partner: „Wir haben im Jahr 2014/15 die Entscheidung getroffen, mit der Unterstützung des Landes Kärnten ein neues Institut zu gründen. […] Zehn Jahre nach dieser Gründung eröffnen wir nun eine intensive Kooperation mit der Universität Klagenfurt.“ Mayer verwies darauf, dass die Notwendigkeit besteht, sich am internationalen Markt zu orientieren und auch außerhalb Kärntens aktiv zu werden.

Die Kärntner Landesregierung sieht in der Kooperation einen bedeutenden Schritt zur Stärkung des Forschungsstandorts. Technologiereferentin Gaby Schaunig erklärte: „Robotik und künstliche Intelligenz zählen zu den Schlüsseltechnologien unserer Zeit. Kärnten hat das Potenzial, hier eine führende Rolle einzunehmen. Die vertiefte Kooperation ist ein starkes Signal und zeigt, wie wir unsere Stärkefelder Innovation und Kooperation verbinden können.“

Kombination von Forschung und Lehre

Rektorin Ada Pellert der Universität Klagenfurt hob hervor, dass die Kooperation mit Joanneum Research notwendig sei, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen: „Es liegt nun an uns, die vorhandenen Strukturen miteinander zu verknüpfen, um gemeinsam stärker zu werden. Dafür brauchen wir Infrastruktur und Personal.“

Die wissenschaftliche Leitung übernimmt Hubert Zangl, der Institutsvorstand am Institut für Intelligente Systemtechnologien der Universität Klagenfurt. Diese Zusammenarbeit wird die Grundlage für eine enge Verzahnung von Forschung, Lehre und der Nutzung von Infrastruktur schaffen. Studierende werden in gemeinsamen Forschungsprojekten aktiv eingebunden, um internationale Sichtbarkeit zu erreichen.

Technologische Entwicklungen und ethische Überlegungen

Ein eindrucksvolles Beispiel für die Entwicklungen im Bereich der Robotik waren die Vorführungen von Robotern und Maschinen während der Pressekonferenz. Christian Oswald, Institutsdirektor Robotics bei Joanneum Research, stellte klar, dass diese Technologien nicht für militärische Zwecke verwendet werden sollen: „In Kärnten gibt es keine Projekte in diesem Bereich.“

Die sogenannten Humanoiden, die menschenähnlich gestaltet sind, sollen zukünftig in vielen Bereichen wie der Pflege und der Industrie zum Einsatz kommen. Christian Oswald bemerkte hierzu: „Die Pflege ist ein sehr emotionales Thema und es wird noch Zeit brauchen, bis diese Technologie dort Einzug hält.“

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