Kostensteigerung: Hochwasserschutz in Baldramsdorf wird um 425.000 Euro auf 2,425 Millionen Euro ausgebaut

März 10, 2026 14:47
Kostensteigerung: Hochwasserschutz in Baldramsdorf wird um 425.000 Euro auf 2,425 Millionen Euro ausgebaut

Nach den schweren Unwetterereignissen der Jahre 2016 und 2019 wird der Hochwasserschutz in Baldramsdorf weiter verstärkt. Die Gesamtkosten erhöhen sich um 425.000 Euro auf 2,425 Millionen Euro. Darüber berichtet Welt Stimme.

BALDRAMSDORF. Aufgrund neuer technischer Erkenntnisse während der Bauphase wird das Verbauungsprojekt in Baldramsdorf aus dem Jahr 2019 angepasst. Ein entsprechender Antrag wurde in der heutigen Regierungssitzung beschlossen.

Keine Kompromisse

Der Wasserwirtschafts- und Katastrophenschutzreferent Daniel Fellner (SPÖ) betonte: „Die Ereignisse der letzten Jahre haben gezeigt, wie schnell extreme Wetterlagen zu gefährlichen Situationen führen können.“ Der Hochwasserschutz am Zörbach dient der langfristigen Sicherung der besiedelten Bereiche in Baldramsdorf sowie der L5 Baldramsdorferstraße und des kommunalen Straßennetzes. „Wenn es um die Sicherheit der Kärntnerinnen und Kärntner geht, darf es keine falschen Kompromisse geben. Deshalb setzen wir konsequent auf nachhaltige Lösungen, auf wirksame Verbauungsmaßnahmen, die den Menschen auch in Zukunft verlässlichen Schutz bieten“, so Fellner.

„Unser Auftrag ist klar: Wir müssen unsere Schutzsysteme laufend verbessern und an neue Herausforderungen anpassen.“

Erhöhung der Kosten

Das Verbauungsprojekt wird über das Straßenbaureferat von LHStv. Martin Gruber (ÖVP) mitfinanziert. „Die Maßnahmen am Zörbach sind ein wichtiger Beitrag für die Sicherheit der Bevölkerung und der Infrastruktur in Baldramsdorf sowie der gesamten Region. Sie schützen Siedlungsräume, sowie landwirtschaftliche Flächen und sichern zugleich wichtige Verkehrsverbindungen. Deshalb leisten wir auch hier einen finanziellen Beitrag“, erklärte Gruber. Die Gesamtkosten erhöhen sich um 425.000 Euro auf 2,425 Millionen Euro. Finanziert wird das Projekt von Bund, Land Kärnten, Landesstraßenverwaltung und der Gemeinde Baldramsdorf. Der zusätzliche Gesamtlandesmittelanteil beläuft sich auf 97.750 Euro.

„Ein sicheres und funktionierendes Straßennetz ist eine zentrale Grundlage für Lebensqualität im ländlichen Raum.“

Beim Thema Hochwasserschutz einig

Für Fellner und Gruber ist diese Investition ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung: „Beim Hochwasserschutz dürfen wir keine halben Lösungen machen. Wenn wir ein Projekt umsetzen, dann so, dass es den Menschen langfristig Sicherheit gibt. Genau deshalb investieren wir konsequent weiter.“ Gleichzeitig unterstreichen beide Referenten die strategische Bedeutung solcher Maßnahmen: „Hochwasserschutz ist eine Daueraufgabe. Wir bauen Schritt für Schritt ein starkes Schutznetz für Kärnten auf, nachhaltig und vorausschauend gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort. Jeder verbesserte Schutzbau bedeutet mehr Sicherheit für unsere Gemeinden.“

Zur Sache

Kern des Projekts ist ein umfassendes Maßnahmenpaket entlang des Wildbachs. Dazu zählen der Ausbau des Unterlaufs mit Wasserbausteinen, die Errichtung einer Geschieberückhaltesperre sowie die Sanierung bestehender Schutzanlagen. Dort werden unter anderem Sperrenvorbauten ergänzt, Bauwerke verstärkt und mit Spritzbeton gesichert. Zusätzlich werden Entwässerungsmaßnahmen im Oberlauf instandgesetzt. Während der Bauphase mussten einzelne Maßnahmen in Abstimmung mit der Sektion Kärnten des Forsttechnischen Dienstes für Wildbach- und Lawinenverbauung angepasst werden. Technische Erkenntnisse bei der Sperrensanierung sowie aufwändige und teilweise gefährliche Aushubarbeiten machten Änderungen in der Ausführung erforderlich.

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Cyberangriff auf Donau Zentrum in Wien: Betroffene Daten und Auswirkungen auf Kunden
Vorheriger artikel

Cyberangriff auf Donau Zentrum in Wien: Betroffene Daten und Auswirkungen auf Kunden

FIH-Generalversammlung in Ried: 19 Millionen Euro für 17.000 vermarktete Rinder
Nächster artikel

FIH-Generalversammlung in Ried: 19 Millionen Euro für 17.000 vermarktete Rinder

Nicht verpassen