Ein bedeutender Schritt für das größte privat finanzierte Theaterbauprojekt Österreichs seit 100 Jahren wurde vollzogen: ATG Entertainment hat den Hochbau-Vertrag für das neue Musicalhaus im Wiener Prater unterzeichnet. Die Linzer Baugesellschaft „Swietelsky AG“ wird das Projekt umsetzen. Die Eröffnung des rund 100 Millionen Euro schweren kulturellen Vorhabens ist für Ende 2027 geplant. Darüber berichtet Welt Stimme.
WIEN/LEOPOLDSTADT. Beim geplanten Theater im Prater wurde ein weiterer Meilenstein erreicht: Der britische Theaterbetreiber und -eigentümer „ATG Entertainment“ hat den Hochbau-Vertrag für das neue Musicaltheater im Wiener Wurstelprater formalisiert. Die Umsetzung des Projekts wird von der traditionsreichen oberösterreichischen Firma „Swietelsky AG“ übernommen.
„Mit Swietelsky haben wir einen Partner gewonnen, der über höchste technische Kompetenz und umfangreiche Erfahrung in der Umsetzung komplexer Bauvorhaben verfügt“, erklärte Matthias Prichzi, Geschäftsführer von ATG-Live GmbH in Wien. Er zeigte sich erfreut über die Zusammenarbeit mit Swietelsky und betonte, dass sie nun gemeinsam einen wesentlichen Schritt im Bauprozess vollziehen möchten.
„Neue Impulse für die Region“
Nachdem der Aushub abgeschlossen wurde, beginnt nun die zweite Bauphase des Musicalhauses. In den kommenden Monaten werden der Beton-, Stahl- und Holzbau realisiert. Dadurch wird das „Theater im Prater“ erstmals sichtbar Gestalt annehmen. Die Dachgleiche soll planmäßig bis Ende des Jahres erreicht werden.
Auch die Swietelsky AG möchte mit diesem Projekt einen bedeutenden Impuls setzen: „Das Theater im Prater entfaltet seine Wirkung weit über den Bau hinaus: es unterstreicht die kulturelle und wirtschaftliche Strahlkraft Wiens als europäische Metropole“, betonte Peter Krammer, CEO der Swietelsky AG. Mit der Investition in eine moderne Theaterinfrastruktur würden langfristige Wertschöpfung, Arbeitsplätze und neue Impulse für die gesamte Region geschaffen.
Größtes privat finanziertes Theaterprojekt
Das „Theater im Prater“ gilt als das größte privat finanzierte Theaterbauprojekt Österreichs seit rund 100 Jahren. Der Neubau, der etwa 1.800 Sitzplätze bieten soll, wird voraussichtlich Kosten in Höhe von rund 100 Millionen Euro verursachen und bis Ende 2027 fertiggestellt werden. Das Projekt wird von ATG Entertainment in strategischer Allianz mit der Stadt Wien und der Wien Holding realisiert.
Am 1. September des letzten Jahres wurde „ATG Entertainment“ offizieller Pächter des Grundstücks im Prater. Für die Planung sind das Londoner Architekturbüro Haworth Tompkins sowie das Wiener Büro Dietrich Untertrifaller verantwortlich. Die Architektur des neuen Theaters orientiert sich an vier Grundprinzipien: ökologische Bauweise mit energieeffizienter Technik, barrierefreier Zugang, Dialog mit der Umgebung sowie regionale Wertschöpfung. Zudem werden nachhaltige Materialien und ein langfristiges Energiekonzept angestrebt.
Welche Produktionen zukünftig im neuen Haus präsentiert werden, steht derzeit noch nicht fest. Geplant sind internationale Musicalproduktionen sowie weitere Bühnenformate. Ob diese langfristig in deutscher oder englischer Sprache stattfinden, soll letztlich vom Publikum entschieden werden.


